Zehn Jahre Haft für 23-Jähriger in Graz wegen Mordversuchs

21. Dezember 2017, 17:54
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Der Mann soll in einem Flüchtlingsheim einen Brand gelegt und zwei Bewohner dadurch gefährdet haben

Graz – Im Grazer Straflandesgericht es am Donnerstagabend überraschend zu einem Urteil gekommen: Ein 23-Jähriger ist wegen versuchten Mordes und Sachbeschädigung zu einer Gesamtstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Der Mann soll in einem Flüchtlingsheim einen Brand gelegt und zwei Bewohner dadurch gefährdet haben. Der Angeklagte fühlte sich nicht schuldig, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Prozess musste wiederholt werden, weil die Geschworenen im ersten Verfahren den Somalier freigesprochen hatten. Daraufhin setzte die Richterin das Urteil aus. Im zweiten Durchgang sprachen die Laienrichter den Asylwerber schuldig, obwohl er stets beteuert hatte, er sei an dem Vorfall nicht beteiligt gewesen. Sein Anwalt sprach von einem "ganz kleinen Feuerchen", doch die Geschworenen sahen die lebensbedrohliche Situation trotzdem für erwiesen an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (APA, 21.12.2017)

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