Disney-Konzern untersucht Wahlvideo der Grünen in Niederösterreich

    Video21. Dezember 2017, 16:34
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    Der Landespartei droht wegen der Verwendung von "Star Wars"-ähnlichen Kostümen Ungemach

    St. Pölten – Den niederösterreichischen Grünen droht Ungemach: Das am Montag präsentierte Wahlvideo, in dem die Kandidaten à la "Star Wars" als Jedi-Ritter präsentiert werden, hat laut einem "Kurier"-Bericht die Aufmerksamkeit des Disney-Konzerns geweckt. Grund: Die Grünen hätten für ihren Videodreh nicht um die "Star Wars"-Rechte angefragt.

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    "Disney schützt als Unternehmen sein geistiges Eigentum und geht Meldungen zu möglichen Urheberrechtsverletzungen auch prinzipiell nach", zitierte der "Kurier" den Konzernsprecher Uli Müller. Potenzielle oder laufende Untersuchungen würden jedoch nicht kommentiert.

    Grüne vermuten Dirty Campagning der ÖVP

    Es handle sich um "eigene Kostüme", sagte die grüne Landessprecherin und Spitzenkandidatin Helga Krismer am Donnerstagnachmittag. Es sei auch "aus keiner 'Star Wars'-Episode etwas verwendet worden". Die Grünen seien sich "keiner Schuld bewusst, andernfalls müssten ja ganze Faschingsumzüge gemeldet werden irgendwo in den USA". Nachsatz: "Anscheinend ist die ÖVP ziemlich nervös."

    Die Grünen vermuten nämlich, dass Dirty Campaigning der ÖVP hinter der Aufregung steckt und diese sie "in Hollywood angeschwärzt" habe. "Dem humorlosen Mitbewerber ÖVP" sei der Erfolg des Videos samt positiver Berichterstattung "natürlich ein Dorn im Auge", glaubt Landesgeschäftsführer Hikmet Arslan. Die Volkspartei habe also getan, was sie am besten könne: "die Grünen anschwärzen, den amerikanischen Konzern anstacheln und Medien auf eine vermeintliche Story ansetzen".

    Für die Medien- und Urheberrechtsexpertin Margot Rest ist dem "Kurier"-Bericht zufolge etwa die Verwendung des typischen "Star Wars"-Schriftzugs unzulässig. Sie sehe darin einen Verstoß gegen das Urheberrecht. Auch beim Intro hätten sich die Grünen "zu stark an die urheberrechtlich geschützten Filme angelehnt" beziehungsweise "unzulässige Bearbeitungen der urheberrechtlich geschützten Filmwerke vorgenommen". (APA, 21.12.2017)

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