Finanz-Start-ups erhalten in Österreich Zugang zu Kontodaten

    21. Dezember 2017, 09:12
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    Kunden müssen ausdrücklich zustimmen – Sicherheitsanforderungen bei Online-Zahlungen werden erhöht

    Kreditinstitute verlieren ab 2018 ihr lukratives Monopol beim Zugriff auf Kontodaten. Künftig müssen Geldhäuser auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups ("Fintechs") den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen – allerdings nur, wenn die Kunden dem ausdrücklich zugestimmt haben.

    Online-Banking über Drittanbieter

    Kunden können somit im Online-Banking Drittanbieter beauftragen, Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen. Da diese Dienstleister nunmehr gesetzlich anerkannt sind und der Bankenaufsicht unterliegen, dürfen Sie gegenüber diesen Diensten auch ihre PIN und TAN einsetzen.

    Die Sicherheit im Zahlungsverkehr soll zudem dadurch erhöht werden, dass die Sicherheitsanforderungen bei der Durchführung von Online-Zahlungen verstärkt werden. In bestimmten Fällen hat der Zahlungsdiensteanbieter vom Kunden eine starke Kundenauthentifizierung zu verlangen. Dafür müssen bei einer Transaktion mindestens zwei Elemente von drei Kategorien vorliegen. Diese sind: der Besitz (etwa einer Kreditkarte), das Wissen (Passwort) und die Inhärenz (ein eindeutiges Merkmal des Zahlers, zum Beispiel ein Fingerabdruck).

    Bei den Drittanbietern wird zwischen Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsanbietern unterschieden. Erste benötigen eine Konzession, zweitere müssen sich registrieren lassen. Beide müssen eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen oder eine gleichwertige Garantie vorweisen. Sie unterliege der Aufsicht der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA). (APA, 21.12.2017)

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