Junger "Wutbürger" managt in Zukunft die SPÖ

19. Dezember 2017, 20:16
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Der neue SPÖ-Geschäftsführer Max Lercher versteht sich als "Mann der Basis"

Wien – Max Lercher hatte schon einmal die Klinke in der Löwelstraße zur Geschäftsführung der SPÖ-Bundeszentrale in der Hand, aber er musste damals – Mitte 2016 – Georg Niedermühlbichler den Vortritt lassen. Da sich dieser nach dem völlig aus dem Ruder gelaufenen Nationalratswahlkampf nicht weiter empfohlen hatte und zurücktrat, kommt jetzt doch – nach der Interimslösung mit Christoph Matznetter und Andrea Brunner – der steirische Landesparteigeschäftsführer und ehemalige SJ-Chef Max Lercher zum Zug.

Der rhetorisch durchaus versierte 31 Jahre alte Murauer versteht sich als "Mann der Basis", der auch ihre Sprache spricht. Mit seiner steirischen "Gosch'n" gibt er mitunter gerne in Wirtsstuben den "Wutbürger". Lercher, der in der steirischen SPÖ die Parteireform koordiniert hat, verfügt über ein abgeschlossenes Politikwissenschaftstudium und ist "links"-theoretisch durchaus gesattelt. Mit Lercher holt sich SPÖ-Chef Kern jedenfalls einen streitbaren jungen Linken in die Parteizentrale.

Andrea Brunner (38) bleibt im Team, für den Außenauftritt der SPÖ bestellt Kern den 42 Jahre alten Landesgeschäftsführer der SPD Niedersachsen, Georg Brockmeyer. Der SPD-Politiker soll nach dem Wunsch Kerns die "Kampagnenfähigkeit" der SPÖ wiederherstellen.

Neuer Pressesprecher des SPÖ-Vorsitzenden und Oppositionschefs wird Daniel Steinlechner, ein ehemaliger "News"-Journalist und späterer Öffentlichkeitsarbeiter für die SPÖ-Abgeordneten im Europäischen Parlament. (Walter Müller, 20.12.2017)

  • Max Lercher soll die SPÖ auf Oppositionskurs trimmen.
    foto: plankenauer

    Max Lercher soll die SPÖ auf Oppositionskurs trimmen.

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