Gewichtsreduktion: Weniger werden durch Kohlenhydratereduktion

    4. Jänner 2018, 06:00
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    Vier Wege zu weniger Kilos auf der Waage, Teil 4: Kohlenhydratereduktion

    Ein Universalrezept fürs Abnehmen gibt es nicht, dafür gute Strategien zur Ernährungsumstellung. Intervallfasten, Selbstüberlistung, Fertiggerichteverzicht oder Kohlenhydratereduktion sind komplett unterschiedliche Wege zum Kiloverlust. Teil 1, Teil 2 und Teil 3 sind hier zu lesen.

    Fett und wenig Kohlenhydrate

    Tatsache ist: Fett galt lange Zeit als Dickmacher Nummer eins. Bis Walter Willett und Meir Stampfer von der Harvard School of Public Health im Jahr 2003 die Daten großer epidemiologischer Langzeitstudien auswerteten und eine Klarstellung forderten. Diesem Appell schließt sich auch die Tiroler Diätologin Daniela Pfeifer an: "Fette sind essenziell für den Körper. Werden sie reduziert, befeuert das Heißhungerattacken." Zudem benötigen wir Fett für die Absorption der essenziellen Vitamine A, D, E und K. Das sollte keineswegs als Plädoyer für den regelmäßigen Genuss von Sahnesoßen und Frittiertem verstanden werden, aber "fettarm brauchen wir auch nicht zu essen", betont Pfeifer.

    Die Schraube, an der ihrer Meinung nach gedreht werden sollte, sind die schnellen Energielieferanten. Ihr Motto: Kohlenhydrate gezielt einsetzen. Nämlich dann, wenn sie benötigt werden, etwa für den Sport oder bei anstrengender körperlicher Arbeit. Denn: "Wird diese Energie nicht verbraucht, wandelt sie sich in Fett um."

    Gegen Reis, Erdäpfel, Nudeln und Spätzle sei nichts einzuwenden, wenn sie das bleiben, was sie in der heimischen Küche sind: Beilagen. Auch den Vorwurf, dass die Reduktion von Kohlenhydraten zu einem Ballaststoffmangel führt, hält Pfeifer für einen schwerwiegenden Irrtum. "Das kann definitiv nicht passieren, wenn sie durch Nüsse, Kerne, Samen, Erbsen, Linsen oder Bohnen ersetzt werden."

    Ein weiterer Vorteil: Die löslichen Ballaststoffe, die vermehrt in der Low-Carb-Küche enthalten sind, dienen den Darmbakterien als Nahrung und unterstützen so ein gesundes Mikrobiom. Das wohl schwerwiegendste Argument: "Wenn die Darmflora gut reguliert ist, gelingt auch das Abnehmen leichter." (Günther Brandstetter, 4.1.2018)

    • Gegen Nudel gibt es nichts einzuwenden, wenn sie das bleiben, was sie in der heimischen Küche sind: Beilagen.
      foto: ap

      Gegen Nudel gibt es nichts einzuwenden, wenn sie das bleiben, was sie in der heimischen Küche sind: Beilagen.

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