Katalanischer Separatisten-Führer schlägt versöhnliche Töne an

18. Dezember 2017, 15:55
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Parteichef sitzt wegen des Vorwurfs der Rebellion in Untersuchungshaft

Madrid/Barcelona – Der inhaftierte katalanische Separatistenführer Oriol Junqueras schlägt drei Tage vor der Regionalwahl versöhnliche Töne an. Er strebe zwar weiter eine Unabhängigkeit Kataloniens an, schrieb Junqueras als Antwort auf Fragen, die die Nachrichtenagentur Reuters an ihn in das Gefängnis übermittelte.

Er wolle aber auch "Brücken bauen und Hände schütteln", ergänzte er mit Blick auf die spanische Zentralregierung in Madrid.

Untersuchungshaft

Junqueras' Partei, die Republikanische Linke, könnte bei der Wahl am Donnerstag Umfragen zufolge die stärkste Kraft der Separatisten im Parlament in Barcelona werden. Der Parteichef sitzt wegen des Vorwurfs der Rebellion in Untersuchungshaft. "Ich kann Ihnen versichern, dass wir zuallererst Demokraten und dann Separatisten sind und das Ziel nicht immer die Mittel rechtfertigt", schrieb Junqueras.

Die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens haben Spanien in die tiefste politische Krise seit dem Ende der Franco-Diktatur in den 70er-Jahren gestürzt. Nach dem Referendum über eine Unabhängigkeit entmachtete die Zentralregierung in Madrid die Regionalregierung in Barcelona und setzte Neuwahlen in der wohlhabenden Region für den 21. Dezember an. Umfragen zufolge wird es für das separatistische Lager schwierig, seine Mehrheit zu verteidigen. (APA/Reuters, 18.12.2017)

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