RB Leipzig ging im Finish "die Luft aus"

18. Dezember 2017, 14:49
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Leipzig blieb ohne Sabitzer vier Ligaspiele in Folge sieglos, die Ausgangsposition ist für Trainer Hasenhüttl aber "nach wie vor toll"

Leipzig – RB Leipzig hat im Jahresfinish viele Punkte liegengelassen. In den jüngsten vier Spielen der deutschen Bundesliga gab es keinen Sieg, am Sonntag zum Abschluss zudem eine bittere 2:3-Niederlage gegen Hertha BSC. "Uns ist leider zum Schluss die Luft ausgegangen", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. Der Vizemeister überwintert damit außerhalb der Champions-League-Ränge als Fünfter.

Gründe für den Einbruch gibt es mehrere. Einer davon ist die ungewohnte Doppelbelastung durch die erste Teilnahme an der Champions League, die sich nicht nur körperlich auswirkte. Aufgrund des Terminstress blieb Hasenhüttl offensichtlich nicht ausreichend Zeit, die Mängel zu beheben. Seit Wochen kassieren die Leipziger immer wieder Gegentore nach ruhenden Bällen. Zwei waren es gegen die Hertha, jeweils von Valentino Lazaro vorbereitet. "Ich stehe hier jede Woche und rede über Standards", sagte Keeper Peter Gulacsi, der seinen Vertrag am Sonntag bis 2022 verlängerte.

Schulter bremst Sabitzer

Die Mannschaft konnte zudem das Fehlen von Offensivspieler Marcel Sabitzer nicht kompensieren. Sabitzer verpasste die jüngsten sechs Pflichtspiele wegen seiner Schulterverletzung – in diesen Partien gab es nur beim 2:0 gegen Werder Bremen einen Sieg, sonst ein 2:2 gegen Mainz und ein 1:1 in Wolfsburg bei gleich drei Niederlagen. Dass zuletzt viermal auch Emil Forsberg nicht zur Verfügung stand, machte die Sache noch schwieriger.

Hasenhüttl wirkte nach der Hertha-Partie, in der Stefan Ilsanker durchspielte und Konrad Laimer auf der Bank saß, extrem enttäuscht, blickte aber trotzdem zuversichtlich in Richtung 2018. "Wir haben nach wie vor eine tolle Ausgangssituation für die Rückrunde", sagte der Steirer. Am 13. Jänner geht es gegen Schalke 04 weiter. Guido Burgstaller, Alessandro Schöpf und Co liegen als Zweiter zwei Punkte vor den Leipzigern. Peter Stögers Borussia Dortmund (Dritter) und Bayer Leverkusen (Vierter) haben genauso 28 Zähler auf dem Konto wie auch der Sechste Borussia Mönchengladbach. (APA, 18.12.2017)

  • Kevin Kampl und Lukas Klostermann im Verbund gegen Davie Selke.
    foto: apa/ap/schmidt

    Kevin Kampl und Lukas Klostermann im Verbund gegen Davie Selke.

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