Staatspreis für Geschlechterforschung an Elisabeth Holzleithner

    18. Dezember 2017, 10:31
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    Leitet das Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien – Würdigungspreis an Gudrun Biffl

    Wien – Die Rechtswissenschafterin Elisabeth Holzleithner ist am Freitag für ihr "herausragendes und ausdauerndes Engagement bei der Förderung der Geschlechterforschung" mit dem mit 10.000 Euro dotierten Gabriele Possanner-Staatspreis ausgezeichnet worden. Die Wirtschaftswissenschafterin Gudrun Biffl erhielt den Gabriele Possanner-Würdigungspreis, zudem wurden zwei Förderpreise vergeben.

    Holzleithner, die das Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien leitet, war unter anderem maßgeblich an der Erstellung eines Modellentwurfs für universitäre Frauenförderungspläne, wie sie im Universitätsgesetz 2002 vorgesehen sind, beteiligt, würdigte das Wissenschaftsministerium in einer Aussendung die Staatspreisträgerin. Sie ist die erste Wissenschafterin, die bereits zum zweiten Mal mit einem der Possanner-Preise ausgezeichnet wird: 2001 hatte sie einen der Förderungspreise erhalten.

    Impulse für die Gleichstellungspolitik

    Diese jeweils mit 12.000 Euro dotierten Possanner-Förderpreise gingen heuer an die Sozialwissenschafterin Elisabeth Anna Günther, die derzeit an der Cranfield School of Management (Großbritannien) forscht, und die Rechtswissenschaftlerin Marija Petricevic, die in der Gleichbehandlungsanwaltschaft arbeitet. Die Förderungspreise wurden für wissenschaftliche Beiträge zur Bearbeitung bzw. Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen im Bereich der Geschlechterforschung vergeben.

    Die seit September dieses Jahres pensionierte Universitätsprofessorin für Migration, Integration und Sicherheit an der Donau-Universität Krems, Gudrun Biffl, habe mit ihrer evidenzbasierten Geschlechterforschung wichtige Impulse für die Gleichstellungspolitik in Österreich geliefert, heißt es seitens des Wissenschaftsministeriums. Mit dem Würdigungspreis, den Biffl erhielt, werden Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre gewürdigt, deren Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung steht.

    Die seit 1997 alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnungen erinnern an die erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine österreichische Universität: Gabriele Possanner erhielt 1897 nach nochmaliger Ablegung zahlreicher Prüfungen ihr an der Universität Zürich erworbenes Doktorat der Medizin von der Universität Wien nostrifiziert. (APA, 18.12.2017)

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