BMW-X-Modelle: Erkennen und unterscheiden

    21. Dezember 2017, 10:55
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    Der X3 läuft gerade an, der X2 feiert im Jänner in Detroit Weltpremiere, zu vermuten sind Debüts der neuen X4 und X5, und spät im Jahr feiert der X7 Salonpremiere

    Garching – Es gilt als Königsdisziplin des Automobildesigns: Wie schaffe ich es, dass ein Auto vom flüchtigen Betrachter sogleich als VW, Toyota, Volvo etc. identifiziert werden kann, dass aber nicht alle Baureihen gleich aussehen – wie das etwa derzeit grosso modo bei Audi oder Mercedes der Fall ist -, sondern sich deutlich voneinander unterscheiden?

    foto: bmw
    Unter der Ägide von Konzern-Designchef Adrian van Hooydonk schafft es BMW, bei eindeutiger Markenzugehörigkeit die Modellreihen klar voneinander zu differenzieren.

    BMW ist das, speziell unter der Ägide des Chris-Bangle-Nachfolgers Adrian van Hooydonk recht gut gelungen, und betrachtet man die aktuellen Neuzugänge sowie das, was zuletzt auf den großen Autosalons gezeigt wurde, stellt man fest, dass die Differenzierung noch massiv zunehmen wird.

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    Die Doppelniere einst beim 2002.

    Ein Beispiel sind unterschiedliche Leuchtengrafiken, am prägnantesten für die Veranschaulichung des Gemeinten bietet sich aber die Doppelniere an. Seit ewig, präziser: seit 1933 (BMW 303) ist sie ein Haupterkennungsmerkmal der traditionsreichen Automarke.

    Denkt man an die Bubenträume der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre zurück, die sportliche Heckschleuder 2002, so stand deren schmale, hohe Doppelniere quasi für deren Ausgestaltung an allen übrigen Baureihen.

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    Die Niere bei den künftigen E-Mobilen.

    Längst ist sie nicht mehr nur Bestandteil des Kühlergrills, sondern Kühlergrill selbst, und wer hätte gedacht, welche Variantenvielfalt da herauszuholen ist: dreidimensional, polygonal, wie mit gebleckten Haifischzähnen (z. B.: Concept 8 Series), stilisiert mit LED-Leuchtband (i Vision Dynamics) oder molto protzo wie beim Concept X7 iPerformance, dem Vorboten des neuen Top-SUV.

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    Die Niere beim neuen Achter.

    Apropos SUV: In dem Segment gibt BMW weiter mächtig Gas, keine Nische, abgesehen von jener der SUV-Cabrios, die Range Rover mit dem Evoque aufgetan hat, lässt man aus, manche (SUV-Coupés) hat man ja selbst begründet.

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    Die Niere am großen X.

    Dass man aber überhaupt – neben den technischen Megathemen Elektrifizierung und autonomes Fahren – wieder einmal voll auf Modelloffensive schaltet, zeigt der Hinweis auf in Bälde zu erwartende Neuzugänge à la 8er-Coupé, i8 Roadster, Mini Electric (vielleicht geht sich auch der Z4 noch gegen Jahresende '18 aus) – und darauf, dass es 2021 mit jenem E-Mobil losgeht, auf den die Studie i Vision Dynamics Gusto macht. Spannende weiß-blaue Perspektiven. (Andreas Stockinger, 21.12.2017)

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    BMW

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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