Inflation im November wegen Spritpreisen auf 2,3 Prozent gestiegen

18. Dezember 2017, 11:24
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Benzin und Diesel wurden in Österreich um 6,4 beziehungsweise 6,2 Prozent teurer, die Mieten stiegen um 4,3 Prozent

Wien – Im November ist die Inflation in Österreich gegenüber dem Vorjahr wegen höherer Spritpreise auf 2,3 Prozent gestiegen, im Oktober hatte die Steigerung 2,2 Prozent betragen. Die wichtigsten Preistreiber waren Ausgaben für Wohnung, Wasser, Energie, gefolgt von jenen für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke. Ohne diese hätte die Inflation nur 1,6 Prozent betragen, teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Wohnen, Wasser, Energie verteuerten sich im Jahresabstand im Schnitt um 2,2 Prozent. Benzin und Diesel verteuerten sich zum Beispiel um 6,4 beziehungsweise 6,2 Prozent, und Mieten stiegen um 4,3 Prozent. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten um durchschnittlich 3,2 Prozent mehr. So verteuerten sich Milch, Käse und Eier um 4,8 Prozent.

Nachrichtenübermittlung günstiger

Die Ausgaben für Restaurants und Hotels verteuerten sich um durchschnittlich 3,3 Prozent, die Preise im Bereich Verkehr erhöhten sich um 2,4 Prozent. Für Freizeit und Kultur war um 2,2 Prozent mehr zu bezahlen, die Nachrichtenübermittlung kostete um 3,0 Prozent weniger. Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau im November um 0,2 Prozent.

Österreich lag auch im November bei der Inflationsrate nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI mit 2,4 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1,8 Prozent. Insgesamt war es die achthöchste Teuerung in der EU, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Montag hervor. Spitzenreiter ist Estland mit 4,5 Prozent. Schlusslicht im November war Zypern mit nur 0,2 Prozent.

Teuerung in Eurozone unter Zielwert

Trotz massiver Geldspritzen der EZB bleibt die Inflation in der Eurozone weiter deutlich unter dem Zielwert der Währungshüter. Die Verbraucherpreise legten im November um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie Eurostat auf Basis endgültiger Daten mitteilte. Im Oktober lag die Teuerung bei 1,4 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als ideal für die Konjunktur gilt. Sie wird ihren eigenen Ökonomen zufolge das Inflationsziel auch in den kommenden Jahren trotz verbesserter Wirtschaft verfehlen. Die Volkswirte der EZB veranschlagen für 2020 eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent. (APA, Reuters, 18.12.2017)

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