Prozess gegen deutsche Journalistin Mesale Tolu in Istanbul

18. Dezember 2017, 07:16
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20 Jahre Haft wegen Mitgliedschaft in Terrororganisation drohen

Istanbul – Mehr als sieben Monate nach ihrer Festnahme wird der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu in der Türkei fortgesetzt. Vor dem zweiten Tag des Verfahrens am Montag in Istanbul äußerte ihr Vater Ali Riza Tolu die Hoffnung, dass seine Tochter angesichts der leichten Entspannung im deutsch-türkischen Verhältnis aus der Untersuchungshaft entlassen wird.

"Ich bin überzeugt, dass meine Tochter dieses Mal freikommt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zu dem Prozess am Montag wird nach dpa-Informationen der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, erwartet. Auch Linken-Vizefraktionschefin Heike Hänsel und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff haben angekündigt, als Beobachter nach Istanbul zu reisen. Mesale Tolu und 17 türkischen Angeklagten wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Der Deutschen drohen nach Angaben ihrer Anwälte bis zu 20 Jahre Haft. Zum Auftakt des Verfahrens hatten Tolu und alle anderen Angeklagten die Vorwürfe zurückgewiesen. (APA, 18.12.2017)

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