Salzburg kommt gegen LASK über Remis nicht hinaus

16. Dezember 2017, 18:02
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Der Meister und der Aufsteiger verabschieden sich mit einer Nullnummer in die Winterpause. Sturm ist damit Winterkönig

Salzburg – Sturm Graz überwintert als Tabellenführer der Bundesliga. Salzburg kam am Samstag zum Jahresabschluss nicht über ein torloses Heimremis gegen den LASK hinaus. Die Salzburger liegen damit einen Zähler hinter Sturm, das erst am Sonntag (16.30 Uhr) bei der Wiener Austria gastiert.

Salzburg ist mittlerweile 22 Pflichtspiele ungeschlagen, wartet nach einer offensiv schwachen Vorstellung aber bereits vier Partien auf einen Sieg. In den vergangenen drei Spielen gab es jeweils ein 0:0.

Flaute

Dabei waren die Bullen gegen den LASK praktisch in Bestbesetzung angetreten. Die zuletzt beim WAC geschonten Stammkräfte kehrten zurück, darunter auch der mit einer Rückkehr in seine Heimat in Verbindung gebrachte Innenverteidiger Paulo Miranda. LASK-Trainer Oliver Glasner setzte auf eine defensive Dreierkette, für Stürmer Rene Gartler blieb vorerst nur ein Platz auf der Ersatzbank. Den Vorzug erhielten Mergim Berisha und Joao Victor.

Salzburg-Kapitän Alexander Walke erhielt vor Spielbeginn den von Trainer Marco Rose als "befremdlich" bezeichneten Pokal für den Herbstmeistertitel. Sein Team hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, brachte vor 5.642 Zuschauern gegen den defensiv gut organisierten LASK vor der Pause aber nicht einmal einen Schuss aufs Tor zustande.

Die Linzer hatten vorerst sogar die gefährlicheren Szenen. Einen direkten Corner von Thomas Goiginger aufs kurze Eck lenkte Walke mit Glück an die Stange und zurück in seine Arme (24.). Mergim Berisha traf nach Kopfball-Vorlage von Peter Michorl aus guter Position den Ball nicht richtig (30.). Auch ein Freistoß der Salzburg-Leihgabe ging relativ deutlich daneben (40.).

Wenig Zwingendes

Den Salzburgern fiel auch nach Seitenwechsel wenig Zwingendes ein. Ein Weitschuss von Amadou Haidara ging daneben (53.), einen weiteren von Andreas Ulmer hatte LASK-Keeper Pavao Pervan im Nachfassen (62.). Die beste Gelegenheit ließ Fredrik Gulbrandsen aus. Der Norweger erwischte den Ball nach Querpass von Stefan Lainer aber schlecht (59.). Im Finish verpasste Hwang Hee-chan eine weitere Lainer-Hereingabe knapp (89.).

Salzburg blieb im Dezember damit sieglos. Einem 1:1 bei der Austria folgten torlose Remis bei Olympique Marseille, beim WAC und gegen den LASK. Zu Hause sind die Bullen mittlerweile 20 Ligaspiele ungeschlagen. Ein ganzes Jahr ohne Liga-Heimniederlage ist dem Club in der Red-Bull-Ära bisher nur 2013 gelungen.

Gegen Aufsteiger LASK reichte es nach einem 1:1 in Runde zwei zu Hause erneut nur zu einem Zähler. Sonst haben in dieser Saison bisher nur Rapid (2:2) und die Austria (0:0) Punkte aus der Red Bull Arena entführt. Die Linzer haben seit Februar 2010 in allen vier Auftritten in Salzburg nicht verloren. Das Glasner-Team punktete nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen wieder in der Fremde und überwintert nach 20 Runden mit 27 Punkten. (APA, 16.12.2017)

Bundesliga, 20. Runde, Samstag

Red Bull Salzburg – LASK Linz 0:0
Red-Bull-Arena, 5.650 Zuschauer, SR Eisner

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – X. Schlager – Haidara, Minamino (60. Hwang), Va. Berisha – Gulbrandsen (78. Ch. Leitgeb), Dabbur

LASK: Pervan – Ramsebner, Wiesinger, Pogatetz – Holland – Reiter, Goiginger, Michorl (62. Rep), Ranftl – M. Berisha (85. Gartler), Joao Victor (76. Bruno)

Gelbe Karten: Hwang, Caleta-Car bzw. Michorl

Stimmen:

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Meine Mannschaft hat extrem viel probiert, viel in dieses Spiel investiert. Im letzten Drittel haben die Körner gefehlt. Heute hat nur eine Mannschaft Fußball gespielt, das waren wir. Deshalb hätten wir uns den Sieg verdient gehabt. Der LASK ist, was Stabilität betrifft, mit die bestorganisierte Mannschaft in der Liga. Wir hatten zwar viele Szenen vor dem Tor, aber zu wenige Hochkaräter."

Munas Dabbur (Salzburg-Stürmer): "Heute hat nur eine Mannschaft gespielt, und das waren wir. Allerdings hat sich der LASK auch defensiv sehr gut präsentiert, daher war es extrem schwierig für uns."

Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Es war eine super Defensivleistung meiner Mannschaft. Wir haben fast keine Torchance zugelassen, nach vorne hatten wir aber auch nicht viele. Ich bin sehr glücklich mit dem Punkt. Es ist ein super Abschluss dieser Herbstsaison, in der sich der LASK als absolute Bereicherung der Liga präsentiert hat."

  • Kein Durchkommen für Salzburg gegen gut organisierte Linzer.
    foto: apa/krugfoto

    Kein Durchkommen für Salzburg gegen gut organisierte Linzer.

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