Zwei IS-Massengräber im Nordwesten des Irak entdeckt

16. Dezember 2017, 15:19
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Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat sind möglicherweise Yeziden

Erbil – Im Nordwesten des Irak sind zwei Massengräber mit Opfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefunden worden. Insgesamt seien im dortigen Sinjar-Gebirge rund 90 Leichen verscharrt gewesen, meldete die kurdische Nachrichtenseite Rudaw am Samstag. In der Region leben vor allem Angehörige der religiösen Minderheit der Yeziden.

Ein Kämpfer einer lokalen Miliz erklärte, bei den meisten Opfern handle es sich um junge Männer, die gegen den IS gekämpft hätten. Unter den Leichen seien aber auch getötete Frauen und Kinder.

In der Region waren bereits mehrfach IS-Massengräber entdeckt worden. Die Extremisten hatten das Sinjar-Gebirge im Sommer 2014 überrannt und dabei Tausende Yeziden getötet oder verschleppt. Zehntausende Menschen flohen vor der Terrormiliz. Ende 2015 konnten kurdische Peschmerga-Kämpfer große Teile des Gebiets einnehmen. Die IS-Extremisten verfolgen die Yeziden als "Teufelsanbeter". (APA, 16.12.2017)

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