Front National klagt über "Diskriminierung" im Fernsehen

15. Dezember 2017, 16:25
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Frankreichs Rechtspopulisten rufen den Rundfunkrat an

Paris – Frankreichs rechtspopulistische Partei Front National (FN) sieht sich vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen "diskriminiert": Das geht aus einer Beschwerde hervor, die die Partei nach Angaben vom Freitag beim Rundfunkrat CSA einreichte. Frankreich könne nicht als Demokratie gelten, wenn die Front National und ihre Vorsitzende Marine Le Pen im Fernsehen nie Gelegenheit zu Auftritten hätten, hieß es.

"Während jeder dritte Wähler bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl im Mai für Marine Le Pen gestimmt hat, wird die Front National von Informations- und Magazinsendungen beim Staatsfernsehen weitgehend ausgeschlossen", erklärte die Partei.

Der Rundfunkrat hatte im November für das kommende Jahr neue Regeln angekündigt. Ziel ist, für ausgeglichenere Redezeiten zwischen Regierung und Opposition im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu sorgen. (APA, AFP, 15.12.2017)

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