Inter erstmals seit Jahren ernsthafter Meistertipp

15. Dezember 2017, 09:43
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Mailänder wollen Platz eins mit Heimsieg über Udinese verteidigen

Mailand – Inter Mailand ist erstmals seit dem Abgang von Ex-Meistercoach Jose Mourinho vor sieben Jahren wieder ernsthafter Anwärter auf den "Scudetto". Mit einem Heimsieg über Udinese am Samstag würde die Mannschaft des aktuellen Trainers Luciano Spalletti Platz eins in der Serie A halten. Die Titelrivalen Napoli und Juventus Turin sehen indes Auswärtsauftritten bei Torino und Bologna entgegen.

Inter hat nach 16 Runden zwölf Siege und vier Unentschieden zu Buche stehen. Bei Juventus erarbeiteten sich die Nerazzurri in der vergangenen Woche ein 0:0. Bei den Turinern hatte seit August 2015 jede Mannschaft zumindest einen Gegentreffer kassiert. Im Cup-Auftritt bei Drittligist Pordenone agierte die zweite Garnitur der Mailänder zwar alles andere als souverän, dies war nach dem Aufstieg im Elfmeterschießen aber vergessen.

Spalletti hört die Vergleiche mit Mourinho, der sich nach dem Triple 2010 (Liga, Cup, Champions League) zu Real Madrid verabschiedete, nicht gerne. "Ich bin erst kurz hier, er hat Geschichte geschrieben", meinte er vor dem Cup-Auftritt. Gegen Udinese ist ein Erfolg eingeplant, es wäre im San Siro der achte im neunten Saisonauftritt in dieser Meisterschaft.

Verteidiger Andrea Ranocchia stellte sich aber auf Gegenwehr ein. "Dass wir an der Tabellenspitze stehen, ärgert manche Leute. Aber es ist normal, dass du mehr Feinde hast, wenn du ganz oben stehst", betonte der langjährige Inter-Profi. Die Mannschaft bleibe aber gelassen: "Wir bauen mit diesem Trainer etwas Wichtiges auf." Anders als die Konkurrenz kann sich Inter auch auf die Liga konzentrieren. Die Europacup-Teilnahme hat der Club heuer verpasst.

Die einen Zähler hinter Inter liegende SSC Napoli tritt bei Torino an, die Norditaliener sind in den vergangenen sechs Spielen unbesiegt geblieben. Juventus hat zwei Punkte Rückstand und gastiert beim Elften Bologna. Der Serienmeister muss dabei weiter auf den an der Wade verletzten Kapitän Gianluigi Buffon verzichten. (APA; 15.12.2017)

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