Cloud-Geschäft bei Oracle wächst weniger als erwartet

15. Dezember 2017, 07:39
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Umsatz kräftig gesteigert – Anleger dennoch enttäuscht

Der SAP-Konkurrent Oracle hat den Umsatz in seiner aufstrebenden Cloud-Sparte kräftig gesteigert, blieb aber trotzdem hinter den Erwartungen zurück. Die Erlöse der Abteilung erhöhten sich im zweiten Quartal um 44 Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar, wie Oracle am Donnerstag mitteilte. Am Markt war mit 1,56 Milliarden Dollar gerechnet worden.

Reaktion

Enttäuschte Anleger straften den Konzern mit einem nachbörslichen Kursminus von fast drei Prozent ab. Oracle ist vergleichsweise spät in das Geschäft mit internetbasierten Angeboten eingestiegen und bemühte sich zuletzt verstärkt, Boden gegenüber Konkurrenten wie Amazon und Microsoft oder Salesforce gutzumachen. Beim Cloud Computing werden IT-Produkte wie Software oder Speicherplatz nicht mehr im System des Kunden vorgehalten, sondern über das Internet abgerufen.

Insgesamt konnte Oracle den bereinigten Umsatz um 6,2 Prozent auf 9,63 Milliarden Dollar steigern und lag damit über den Prognosen der Experten. Der weitaus größte Teil geht weiterhin auf das klassische Geschäft mit Software-Lizenzen zurück, wo sich die Erlöse um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Euro erhöhten. Insgesamt verbuchte der Konzern einen Nettogewinn von 2,23 Milliarden Euro – ein Plus von knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. (APA, 15.12.2017)

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