Vier Tote bei Unfall von Schulbus in Südfrankreich

15. Dezember 2017, 14:37
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Ein Regionalzug war in den Bus gerast. Noch ist unklar, ob ein technischer Fehler oder menschliches Versagen das Unglück verursacht hat

Paris – Einen Tag nach dem Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Zug in Südfrankreich gehen die Behörden nun wieder von vier Todesopfern aus. Die Präfektur von Perpignan korrigierte am Freitag frühere Angaben, wonach sechs Kinder und Jugendliche ums Leben gekommen waren.

Zunächst hatte die Präfektur bestätigt, dass zwei Mädchen ihren schweren Verletzungen erlegen seien. Später zog sie diese Angaben zurück. Mehrere Verletzte sollen aber immer noch in Lebensgefahr schweben.

Die Ermittler suchen nun unter Hochdruck nach den Ursachen für den schweren Unfall, der sich am Donnerstagnachmittag in dem Ort Millas westlich von Perpignan in den östlichen Pyrenäen ereignet hatte. An einem beschränkten Bahnübergang war ein Regionalzug ungebremst in den Schulbus gerast.

Der Bürgermeister einer Nachbargemeinde, Robert Olive, sprach von einem "Anblick des Horrors". "Der Bus wurde von dem Zug in zwei Teile zerschnitten", sagte er. Ob es sich um einen technischen Fehler der Signalanlage oder menschliches Versagen handelt, ist bisher unklar. Die 48 Jahre alte Fahrerin des Schulbusses wurde bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt.

20 Personen mit leichteren Verletzungen

Die restlichen der etwa 20 Businsassen sowie mehrere Zugpassagiere erlitten laut Polizei leichtere Verletzungen. Die örtliche Zeitung "L'Indépendant" zitierte auf ihrer Internetseite eine Bahnreisende, derzufolge der Aufprall "sehr stark" war. Sie fügte hinzu: "Wir dachten, der Zug werde aus dem Gleis springen." (APA, 15.12.2017)

  • "Der Bus wurde von dem Zug in zwei Teile zerschnitten", sagte der Bürgermeister einer Nachbargemeinde, Robert Olive.
    foto: afp photo / raymond roig

    "Der Bus wurde von dem Zug in zwei Teile zerschnitten", sagte der Bürgermeister einer Nachbargemeinde, Robert Olive.

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