Historischer Kalender – 16. Dezember

16. Dezember 2017, 00:00
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882 – Der aus Umbrien stammende Marinus I. wird als Nachfolger von Johannes VIII. zum Papst gewählt. Er beendet die versöhnliche Politik seines Vorgängers gegenüber dem Patriarchen von Konstantinopel, Photios I., und erneuert dessen Exkommunikation.

1577 – Danzig unterwirft sich dem polnischen König Stephan Bathory, behält aber seine Sonderstellung.

1697 – Der chinesische Kaiser Kangxi vollendet die Eroberung der Mongolei und gibt deren südliche Teile zur Besiedelung frei.

1707 – Der Vulkan Fuji, Japans höchster Gipfel, erlebt seine bisher letzte Eruption. Der Ausbruch von zweiwöchiger Dauer lässt einen zweiten Krater auf halber Höhe des Berges entstehen.

1707 – In London konstituiert sich die Gelehrtengesellschaft "Society of Antiquaries". Die Mitglieder wollen sich um Altertümer und den Schutz von Kulturgütern kümmern..

1792 – Beginn von schweren Teuerungsunruhen in weiten Teilen Nordfrankreichs. Die Revolutionsverwaltung setzt daraufhin Höchstpreise für eine Reihe von Waren fest ("Loi du maximum").

1812 – Die geschlagenen Reste der französischen Armee überqueren die Memel und erreichen Ostpreußen. Nur 18.000 von ursprünglich 400.000 Soldaten haben den Russlandfeldzug ihres Kaisers Napoleon I. überlebt.

1837 – Im Theater am Kärntnertor in Wien findet die Uraufführung der romantischen Oper "Der Gang zum Eisenhammer" von Conradin Kreutzer statt.

1857 – In der Basilikata zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien

ereignet sich ein starkes Erdbeben, das über 11.000 Tote

fordert.

1897 – Trotz eines militärischen Sieges über Griechenland gesteht die Türkei im Frieden von Konstantinopel Kreta die Autonomie unter einem einheimischen Fürsten zu.

1902 – Karl Goldmarks Oper "Götz von Berlichingen" wird in Budapest uraufgeführt.

1917 – Die Republik Panama erklärt Österreich-Ungarn den Krieg.

1917 – Die siebente österreichische Kriegsanleihe endet mit einem Ergebnis von mehr als sechs Milliarden Kronen.

1922 – Der polnische Staatspräsident Gabriel Narutowicz wird von einem rechtsextremen Fanatiker, dem Maler Niewiadomski, erschossen.

1942 – Hitler befiehlt die Deportation aller in Deutschland lebenden "Zigeuner" nach Auschwitz.

1947 – Rumänien verstaatlicht die beiden größten, in britischem Besitz befindlichen Erdölgesellschaften.

1957 – In der DDR wird der erste Atomreaktor in Rossendorf in Betrieb genommen.

1987 – Das deutschsprachige Gemeinschaftsprogramm 3sat (ORF, ZDF und SRG) geht in den endgültigen Sendebetrieb über.

1997 – Der südafrikanische Präsident Nelson Mandela hält seine Abschiedsrede. Seine Nachfolge tritt Vizepräsident Thabo Mbeki an.

Geburtstage:

Gerhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt, preuß. Generalfeldmarschall (1742-1819)

Antonio Corazzi, ital.-poln. Architekt (1792-1877)

Edward Emerson Barnard, US-Astronom (1857-1923)

Zoltan Kodaly, ungar. Komponist (1882-1967)

Rafael Alberti, span. Lyriker (1902-1999)

Arthur Charles Clarke, engl. Schriftst. (1917-2008)

Rodion Schtschedrin, russ. Komponist (1932- )

Donovan Bailey, kanad. Athlet (1967- )

Todestage:

Gabriel Narutowicz, poln. Politiker (1865-1922)

Colin Chapman, brit. Rennwagenkonstrukteur, Gründer von "Lotus" (1928-1982)

Thomas Schippers, US-Dirigent (1930-1977)

Ivan Nemet, jugo.-schweiz. Schachgroßmeister(1943-2007)

Dan Fogelberg, US-Sänger u. Komponist (1951-2007)

(APA, 16.12.2017)

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