Stöger vor Heimdebüt: "Stimmung gelöster"

14. Dezember 2017, 16:46
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Hoffenheim mit möglichem Stöger-Nachfolger Nagelsmann zu Gast im Dortmunder Signal-Iduna-Park

Dortmund – Nach dem gelungenen Einstand mit dem 2:0 in Mainz hofft Peter Stöger auf ein erfolgreiches Heimdebüt als Trainer von Borussia Dortmund. Dem Topspiel zum Hinrundenabschluss gegen 1899 Hoffenheim am Samstag (18.30 Uhr) blickt der Wiener mit großer Freude entgegen. "Ich freue mich sehr auf dieses Spiel", sagte Stöger am Donnerstag.

Nach dem Sieg in Mainz sei die Stimmung im Team schon "ein wenig gelöster", berichtete Stöger. "Alle sind ein bisschen besser gelaunt. Wenn du lange nicht gewonnen hast, stehst du noch mehr unter Druck. Dann fällt mit einem Sieg Ballast ab. Das hat aber nichts mit mir zu tun", sagte Stöger, der in seiner ersten Woche "stressige Tage" erlebt habe. "Es gibt viel zu tun. Der Tag ist mir fast zu kurz", sagte der Nachfolger des beurlaubten Niederländers Peter Bosz.

Als Kölner Trainer habe er die "Gelbe Wand" zuweilen als "erdrückend" empfunden. "Deswegen bin ich froh, dass wir sie jetzt hinter uns haben", kommentierte er die legendäre rund 24.500 Zuschauer fassende Stehplatztribüne im Signal-Iduna-Park.

Dass mit Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann bei Stögers Heimpremiere gleich der heißeste Kandidat für seine Nachfolge zu Gast ist, stört den 51-Jährigen wenig. "Julian Nagelsmann ist ein super Trainer und ein super Typ. Aber das ist nicht meine Thematik. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte Stöger, der auf die Absprache mit den BVB-Bossen bis zum Ende der Saison verwies. "In der Zeit wollen wir so erfolgreich wie möglich sein."

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestritt zuletzt, dass die Trainerfrage schon entschieden sei. "Ich kann versichern, dass wir uns mit niemandem einig sind", sagte er und wies Berichte zurück, nach denen Nagelsmann im nächsten Sommer kommen soll. "Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ich im Sommer Trainer bei 1899 Hoffenheim bin", sagte Nagelsmann dazu. Der 30-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2021, soll aber eine Ausstiegsklausel für 2019 besitzen. (APA, 14.12.2017)

  • Peter Stöger: "Es gibt viel zu tun. Der Tag ist mir fast zu kurz".
    foto: apa/dpa/ina fassbender

    Peter Stöger: "Es gibt viel zu tun. Der Tag ist mir fast zu kurz".

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