Extremsport kann Herz schaden

    14. Dezember 2017, 14:08
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    Eine Studie hat ergeben: 17 Prozent der sportlich hochaktiven Männer weisen Vernarbungen am Herzmuskel auf

    Hamburg – Aus einer Stichproben-Untersuchung schließen Hamburger Mediziner, dass männliche Freizeitsportler bei dauernder Überanstrengung möglicherweise ihrer Herzgesundheit schaden können. Die Forscher vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) stellten bei einer Untersuchung von 54 männlichen und 29 weiblichen Triathleten fest, dass zehn der Männer Vernarbungen am Herzmuskel hatten.

    Solche sogenannten myokardialen Fibrosen hängen mit dem Auftreten lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen zusammen, wie Gunnar Lund, der Leiter der Forschergruppe, erläutert. Die Probanden waren ambitionierte Freizeitsportler im Durchschnittsalter von 43 Jahren, die mindestens zehn Stunden pro Woche trainieren.

    Keine Frauen betroffen

    Die Ursache für die Vernarbungen könne eine bestehende und zuvor nicht erkannte Herzmuskelentzündung sein. In der Normalbevölkerung komme dieses Leiden mit einer Häufigkeit von drei bis vier Prozent vor, bei den Studienteilnehmern waren 17 Prozent der Männer, aber keine der Frauen betroffen. "Denkbar ist eine Überlastung des Herzens durch zu viel Sport an der Leistungsgrenze", sagt Lund.

    Die Wissenschafter vermuten, dass auch das männliche Hormon Testosteron eine Rolle spielen könnte. Vielleicht seien Frauen aber auch aus einem anderen Grund von Natur aus besser geschützt oder einfach cleverer und verausgaben sich nicht so sehr wie einige Männer, schlussfolgert Lund. Die Studienergebnisse wurden nun in der Zeitschrift "JACC: Cardiovascular Imaging" veröffentlicht. (APA, dpa, 14.12.2017)

    • Sport und Bewegung sind gesund. Man(n) kann es aber auch übertreiben, wie Forscher nun zu bedenken geben.
      foto: getty images/istockphoto

      Sport und Bewegung sind gesund. Man(n) kann es aber auch übertreiben, wie Forscher nun zu bedenken geben.

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