Spotify und Deezer beschweren sich bei EU über Apples "unfaire Praktiken"

14. Dezember 2017, 11:26
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CEO der Dienste haben einen Brief an Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker verfasst

Spotify und Deezer werfen großen Rivalen wie Apple und Amazon unfairen Wettbewerb vor, der kleineren Anbietern schade. Die Musik-Streaming-Dienste fordern die EU-Kommission daher gemeinsam mit einer Reihe anderer Entwickler und Publisher auf, strengere Gesetze einzuführen.

Kritik an Apples App-Store-Richtlinien

Spotify-Mitgründer Daniel Ek und Deezer-CEO Hans-Holger Albrecht haben sich in einem Brief direkt an Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker gewendet. Darin beschuldigen sie laut "Financial Times" die Internetkonzerne ihre führende Marktposition regelmäßig auszunutzen.

Der Nachteil für kleinere Anbieter ergebe sich beispielsweise daraus, wenn sie ihre Dienste über Apples App Store anbieten. Spotify kritisiert, dass Apple 30 Prozent der Abogebühr einbehält, wenn Nutzer ein Abo über die iOS-App abschließen. Auch erhalte man keine vollständigen Nutzerstatistiken.

Die EU-Kommission arbeitet demnach bereits an neuen Richtlinien für die Zusammenarbeit zwischen Plattform-Anbietern und Entwicklern bzw. Anbietern digitaler Güter. So soll es beispielsweise klarerer Richtlinien beim Ändern von Nutzungsbedingungen geben. Auch könnten Mechanismen eingeführt werden, die kleinen Anbietern helfen, wenn ihre Apps oder Produkte ohne Erklärung von einer Plattform entfernt werden. In dem aktuellen Brief wird die Kommission dazu aufgerufen klare Richtlinien zu schaffen, um unfaire Geschäftspraktiken zu verhindern. (red, 14.12.2017)

  • Spotify, Deezer und andere Entwickler haben sich in einem Brief an die EU-Kommission über Apple und Co beschwert.
    foto: reuters/christian hartmann

    Spotify, Deezer und andere Entwickler haben sich in einem Brief an die EU-Kommission über Apple und Co beschwert.

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