Israels Luftwaffe griff nach Raketenangriffen mehrere Hamas-Ziele an

14. Dezember 2017, 10:18
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Einrichtungen für Übungen und als Waffenlager genutzt – Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen führt zu schwerster Eskalation seit 2014

Jerusalem – Nach neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe drei Militäreinrichtungen der dort herrschenden radikal-islamischen Hamas bombardiert. In der Nacht auf Donnerstag seien Ziele beschossen worden, die zum Training und als Waffenlager dienten, teilte das israelische Militär mit.

Israel habe insgesamt zehn Luftangriffe gegen Hamas-Ziele geflogen, hieß es aus Gaza. Die Einrichtungen seien für Übungen und als Waffenlager genutzt worden. Zudem hat Israel die beiden Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Wie lange die Übergänge gesperrt bleiben sollen, teilte das Militär am Donnerstag nicht mit. Die jüngste Runde der Gewalt ist die schwerste Eskalation zwischen Israel und der Hamas seit dem Gaza-Krieg im Jahre 2014.

Zwei palästinensische Geschosse abgefangen

Am Mittwochabend hatten militante Palästinenser im Gazastreifen erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Das Raketenabwehrsystem Eisenkuppel (Iron Dome) habe zwei Geschosse abgefangen, teilte die israelische Armee mit. Eine dritte vom Gazastreifen aus abgefeuerte Rakete sei auf offener Fläche gelandet. Niemand wurde verletzt.

Die Raketenangriffe haben seit der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, zugenommen. Der Führer der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, Ismail Haniyah, hatte im Jerusalem-Streit zu einem neuen Aufstand (Intifada) aufgerufen.

Israels Armee teilte am Donnerstag mit, man halte die Hamas "verantwortlich für diese Situation und die Armut, die Zerstörung und die Verzweiflung der Einwohner des Gazastreifens". Man werde Angriffe auf israelische Zivilisten nicht dulden. (APA, 14.12.2017)

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