US-Vizejustizminister: Frauen können Klage gegen Trump einreichen

    13. Dezember 2017, 18:51
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    Es ist das zweite Mal in diesem Monat, dass sich ein ranghoher US-Regierungsvertreter zu den Vorwürfen gegen Donald Trump äußert

    Washington – In der wieder aufgeflammten Debatte über Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen US-Präsident Donald Trump hat der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein das Recht der Frauen auf eine juristische Klärung ihrer Vorwürfe unterstrichen. Den mutmaßlich betroffenen Frauen stehe es frei, Klage gegen den Präsidenten einzureichen oder sich bei der Bundespolizei FBI zu melden, sagte Rosenstein am Mittwoch während einer Kongressanhörung.

    Es ist das zweite Mal in diesem Monat, dass sich ein ranghoher US-Regierungsvertreter zu den Vorwürfen gegen Trump äußert. Am Sonntag hatte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, erklärt, alle Frauen, die Vorwürfe erhebten, auch gegen den Präsidenten, sollten gehört werden. Sie lobte die Frauen, die sich gegen sexuelle Belästigung in der Gesellschaft zur Wehr setzen. "Ich bin stolz auf ihre Stärke und ihren Mut", hatte sie gesagt und sich damit von Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders abgesetzt. Trumps Sprecherin hatte erklärt, das amerikanische Volk habe die Anschuldigungen gegen Trump abgehandelt, als es ihn zum Präsidenten wählte.

    Entschuldigung

    Mehr als zehn Frauen haben Trump vorgeworfen, sie zum Teil Jahrzehnte vor seiner Amtsübernahme sexuell belästigt zu haben. Der Republikaner hat dies zurückgewiesen. Zudem tauchte im Wahlkampf ein Video aus dem Jahr 2005 auf, in dem sich Trump vulgär über Frauen äußerte. Er entschuldigte sich für die Bemerkungen.

    Rosenstein hatte im Zuge der Russland-Affäre den Sonderermittler Robert Mueller eingesetzt. Trump hatte Rosenstein Mitte Juni auf Twitter angegriffen, ohne ihn beim Namen zu nennen. Am Mittwoch stellte sich der Vize-Minister ausdrücklich hinter Mueller: Er sei die "ideale Wahl" für die Aufgabe. Er selbst habe keine Angst, von Trump entlassen zu werden, sagte Rosenstein. (Reuters, 13.12.2017)

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