Montagsfrage: Ein letztes Gespräch mit Verstorbenen?

    User-Diskussion18. Dezember 2017, 06:00
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    Das philosophische Gedankenspiel zum Wochenbeginn

    Stirbt eine Person aus dem näheren Umfeld, bleibt neben großer Trauer – oder Erleichterung – oft das Gefühl zurück, dass vieles ungesagt blieb, und zwar auf beiden Seiten. Und so entsteht das große Bedürfnis, noch einmal die Möglichkeit zu haben, ein letztes Gespräch mit dem Verstorbenen führen zu können. Doch was ist dabei wichtiger: das, was man selbst noch unbedingt loswerden will, oder das, was man so gerne noch hören möchte? Max Frisch formuliert in seinem Buch "Fragebogen" dazu folgende Frage:

    Wenn Sie an Verstorbene denken: Wünschten Sie, dass der Verstorbene zu Ihnen spricht, oder möchten Sie lieber dem Verstorbenen noch etwas sagen?

    Jeden Montag stellen wir Ihnen eine Frage, die Sie im Forum diskutieren können. Welchen Zugang Sie bei der Beantwortung wählen, pragmatisch, theoretisch, emotional oder persönlich, bleibt Ihnen überlassen. Wie würden Sie diese Montagsfrage für sich beantworten? (aan, 18.12.2017)

    Zum Buch
    Max Frisch: "Fragebogen", erschienen im Suhrkamp-Verlag.

    • Noch etwas sagen oder noch etwas hören?
      foto: getty images/istockphoto/ookawaphoto

      Noch etwas sagen oder noch etwas hören?

    • Möchten Sie eine Montagsfrage mit der Community diskutieren, können Sie uns diese gerne per Mail an ugc@derStandard.at schicken.

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