Künstliche Wasserstraße soll Donau mit Mittelmeer verbinden

13. Dezember 2017, 12:21
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Griechenland, Mazedonien und Serbien peilen gemeinsames Kanalprojekt an

Thessaloniki – Griechenland, Mazedonien und Serbien wollen das Mittelmeer mit der Donau verbinden und dafür einen Kanal bauen. Das berichteten am Mittwoch zahlreiche griechische Medien unter Berufung auf den Bürgermeister der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki, Giannis Boutaris.

Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre dies einer der längsten Kanäle Europas. Die neue Wasserstraße soll die Donau über ihren Nebenfluss Morava, die unterhalb von Belgrad in die Donau mündet, mit dem Fluss Vardar (auch Axios genannt) verbinden, der westlich von Thessaloniki in die Ägäis mündet.

Bereits im Februar hatte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras den Bau des Kanals als ein Projekt bezeichnet, das "die Geografie des Balkan verändern könnte". Aus Regierungskreisen wurden erste Kostenschätzungen in Höhe von rund 17 Milliarden Euro kolportiert. Das Projekt könnte – falls Investoren gefunden werden sollten – binnen sechs Jahren realisiert werden. Chinesische Unternehmen hätten bereits Interesse gezeigt, hieß es. (APA, 13. 12. 2017)

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