Obdachlose lösten Brand nahe Bel Air aus

13. Dezember 2017, 10:49
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Die Lage in Kalifornien hat sich etwas entspannt: "Es ist schlimm, aber ein besseres Schlimm"

Los Angeles – Die Waldbrände im Süden Kaliforniens haben bereits hunderte Quadratkilometer niedergebrannt. Ein Brand, der vergangene Woche sechs Häuser im Prominentenviertel Bel Air zerstörte, sollen Obdachlose ausgelöst haben. Ein Ende der Brände war trotz Fortschritten der Feuerwehr nicht in Sicht, denn mit Regen ist auch in den kommenden Tagen nicht zu rechnen.

Den Brand in Bel Air führten die Ermittler auf ein illegales Kochfeuer nahe einer Autobahntrasse zurück, wo Obdachlose häufig campierten, teilte die Feuerwehr von Los Angeles laut Medienberichten am Dienstag mit. Auch das Lager sei von den Flammen zerstört worden.

Festnahme unwahrscheinlich

Kurz nach Ausbruch des Feuers am vergangenen Mittwoch hätten Beamte das Lager aufgesucht, aber niemanden mehr vorgefunden, sagte ein Feuerwehrsprecher der "New York Times". Eine Festnahme von möglichen Tatverdächtigen sei nun unwahrscheinlich. Das sogenannte Skirball-Feuer hatte sechs Häuser zerstört und zwölf weitere beschädigt. Tausende Bewohner in dem Viertel mit Millionen-Villen waren vor den Flammen geflüchtet. Am Dienstag war das Feuer weitgehend eingedämmt.

Bei der Bekämpfung des sogenannten Thomas-Feuers zwischen Los Angeles und Santa Barbara konnte die Feuerwehr einen kleinen Erfolg verbuchen – am Dienstag seien 25 Prozent des Brandes eingedämmt gewesen, berichtete CNN. Nachlassender Wind habe den Feuerwehrleuten die Arbeit erleichtert. "Es ist immer noch nicht toll. Es ist schlimm, aber ein besseres Schlimm", sagte der Sprecher der Feuerwehr des Bezirks Santa Barbara, Mike Eliason.

Landstriche schwer zugänglich

Das vor mehr als einer Woche ausgebrochene Thomas-Feuer ist der fünftgrößte Flächenbrand in der jüngeren Geschichte des Westküstenstaates. Das Feuer hat bereits eine Fläche von 932 Quadratkilometern niedergebrannt und fast 800 Gebäude zerstört. Viele der vom Feuer betroffenen Landstriche seien schwer zugänglich, dicht bewachsen und hätten seit den 1970er-Jahren nicht mehr gebrannt, berichtete die "Los Angeles Times".

Bei weiteren fünf Großbränden, die vergangene Woche tobten, hat die Feuerwehr inzwischen die Oberhand gewonnen. Bisher kam ein Mensch bei den Bränden ums Leben. (APA, 13.12.2017)

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