Jugendlicher warf Leihrad auf Wiener U-Bahn-Gleise: Gefährt von Zug erfasst

12. Dezember 2017, 15:10
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Verletzt wurde niemand, dem Burschen gelang die Flucht. Seit dem Sommer ereignen sich immer wieder Vandalenakte mit den Leihrädern

Wien – Ein junger Mann hat am Montag in Wien-Meidling ein Leihfahrrad auf die Gleise der U4 geworfen. Das Rad wurde von einer U-Bahn-Garnitur erfasst, verletzt wurde niemand. Die U4 war daraufhin rund eine halbe Stunde unterbrochen. Der Jugendliche flüchtete, eine Fahndung blieb erfolglos.

Der Bursche hatte das Obike gegen 14.20 Uhr von der Rechten Wienzeile bei der Station Meidlinger Haupstraße auf die oberirdisch gelegene Fahrstrecke geworfen. "Der U-Bahn-Fahrer hat das Rad auf den Gleisen gesehen, er hat noch versucht zu bremsen", sagte eine Sprecherin der Wiener Linien. Das misslang, der Zug kollidierte mit dem Rad. Bei dem Zusammenstoß wurde niemand verletzt. Eine Zeugin beobachtete die Tat und alarmierte die Polizei.

Erneut Behinderungen wegen Kabeltauschs

"Nach rund 35 Minuten konnte es geborgen werden", sagte die Sprecherin. Weil im Gleisbereich ein beschädigtes Kabel ausgetauscht werden musste, kam es kurz nach 17 Uhr erneut zu Behinderungen bei der U4.

Die Fahrräder des chinesischen Unternehmens Ofo und des Singapurer Anbieters Obike sind seit dem Sommer in Wien präsent. Das Leihsystem ist stationsungebunden, immer wieder kommt es zu Vandalenakten. Dutzende Räder mussten bereits aus dem Donaukanal gefischt werden. Außerdem werden diese Leihräder oft dort geparkt, wo es laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist, zudem blockieren sie Gehsteige und Fahrradständer. (APA, 12.12.2017)

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