Estland entwickelte digitale EU-Sanktionslandkarte

12. Dezember 2017, 07:56
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EU-Komission wird zum Jahreswechsel die Wartung übernehmen

Estland hat den EU-Ratsvorsitz dazu genutzt, für die EU-Kommission eine digitale EU-Sanktionslandkarte zu entwickeln. Außenminister Sven Mikser übergab am Montag in Brüssel die sogenannte "EU Sanctions Map" an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Die interaktive Übersicht veranschaulicht auf einer Weltkarte alle derzeit von der EU verhängten Strafmaßnahmen – sie kann nach Sanktionsart, Ländern oder auch gezielt nach Namen von Firmen oder Personen durchsucht werden. Auch die dazugehörigen EU-Rechtsakte sind online hinterlegt.

Präsentation

Die EU-Sanktionslandkarte wurde auf dem EU-Digitalgipfel in Tallinn Ende September vorgestellt und ins Internet gestellt. Seitdem wurde sie nach Angaben von Mikser von mehr als 77.000 Nutzern aufgerufen. Die EU-Kommission werde zum Jahreswechsel die Wartung der Karte übernehmen, die fortlaufend aktualisiert werden soll.

"Estland als digitale Gesellschaft sah die Möglichkeit, seine Erfahrungen zu nutzen und dieses komplexe Thema in eine klare und verständliche E-Lösung umzuwandeln", wurde Mikser in einer Mitteilung des Außenamts in Tallinn zitiert.

Estland hat in der zweiten Jahreshälfte erstmals den Vorsitz der 28 EU-Länder übernommen und dabei die Digitalisierung Europas zum seinem Topthema erklärt. (APA, 12.12.2017)

  • Die EU Sanctions Map.
    grafik: eu sanctions map

    Die EU Sanctions Map.

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