Minibar: Fernet Hunter

    Kolumne19. Dezember 2017, 16:45
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    Raphael Holzer belebt einen alten Bitter neu und brennt ihn mit Kräutern aus Oberösterreich

    Dem Magenbitter werden seit jeher positive Eigenschaften nachgesagt. Tatsächlich wären die Kräuter ohne Destillat der Gesundheit zuträglicher. Es hat aber niemand gesagt, dass man derlei Köstlichkeit nicht als Genussmittel zu sich nehmen soll. Das dachte sich auch Raphael Holzer, als er die alte Brennerei seines Vaters in Bad Leonfelden wiederbelebte. Aktuell verkauft er seinen Fernet Hunter vor allem in Hongkong, wo er seit einigen Jahren lebt und Getränkekonzepte für angesagte chinesische Restaurants wie das Yardbird entwirft.

    Die Kräuter für den Bitter werden in der Jagdsaison gesammelt und getrocknet, was das tote Reh auf dem Etikett erklärt. Mit dem Geschmack der namensverwandten Spirituose aus Italien hat dieser Bitter nichts zu tun.

    Arnika und Iriswurzel bringen eine ordentliche Portion Waldaromen auf den Gaumen. Cassiarinde sorgt für Wärme und Behaglichkeit auf der Zunge. Zitrusnoten und Lavendel komplettieren diese Symbiose, ohne dabei beliebig zu wirken. Für einen winterlichen Drink mixt man 50 ml Fernet Hunter mit zwei Scheiben Ingwer, 10 ml Zitronensaft, etwas Zitronenschale und Eis und gießt alles mit Ginger Ale auf. (Alex Stranig, RONDO, 19.12.2017)

    Fernet Hunter, 700 ml um 35 Euro bei Marco Simonis, 1010 Wien

    • Die Kräuter für den Bitter Fernet Hunter werden in der Jagdsaison gesammelt und getrocknet, was das tote Reh auf dem Etikett erklärt.
      foto: lukas friesenbichler

      Die Kräuter für den Bitter Fernet Hunter werden in der Jagdsaison gesammelt und getrocknet, was das tote Reh auf dem Etikett erklärt.

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