Trumps "America first" bremst heimische Exporteure nicht

11. Dezember 2017, 15:40
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Die Warenexporte in die USA legten um 8,8 Prozent auf 7,08 Milliarden Euro zu

Wien – Österreichs Außenhandel brummt. In den ersten neun Monaten des Jahres stiegen die Exporte um 7,6 Prozent auf gut 105 Mrd. Euro. Die Importe legten zugleich um 8,4 Prozent auf über 109 Mrd. zu, sodass das Außenhandelsdefizit um eine Mrd. Euro auf gerundet 4 Mrd. Euro stieg, teilte die Statistik Austria am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Zumindest bisher merkt die Exportwirtschaft nichts davon, dass US-Präsident Donald Trump auf "America first" setzt: Die Warenexporte in die USA legten im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2016 um 8,8 Prozent auf 7,08 Mrd. Euro zu. Insgesamt führten Österreichs Firmen um 7,1 Prozent mehr Waren in Länder außerhalb der EU aus (auf 31,65 Mrd. Euro), die Importe von dort stiegen zugleich um 11,7 Prozent (auf 32 Mrd. Euro), sodass es ein geringfügiges Defizit gab.

Im Gegensatz dazu verbesserte sich die Warenbilanz im Handel mit den EU-Staaten leicht. Die Ausfuhren stiegen um 7,8 Prozent auf 73,54 Mrd. Euro, die Einfuhren um 7,1 Prozent auf 77,15 Mrd. Euro, das Handelsbilanzdefizit schrumpfte leicht. Die Exporte nach Deutschland, wo 30 Prozent aller Ausfuhren landen, wuchsen unterdurchschnittlich.

Im September alleine legte der Außenhandel zwar in absoluten Zahlen deutlich unterdurchschnittlich zu, das lag aber zu einem guten Teil daran, dass der September heuer weniger Arbeitstage hatte. Bereinigt um diesen Effekt, war der Unterschied nur mehr gering. (APA, 11.12.2017)

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