WAC knöpft Salzburg einen Punkt ab

10. Dezember 2017, 18:46
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Herbstmeister Salzburg verliert nach 0:0 in Wolfsberg die Tabellenführung an Sturm Graz

Wolfsberg – Red Bull Salzburg hat die Rückkehr an die Tabellenspitze verpasst. Die Salzburger mussten sich am Sonntag zum Abschluss der 19. Bundesliga-Runde beim Wolfsberger AC mit einem 0:0 begnügen. Der Titelverteidiger ist zwar bereits 21 Pflichtspiele ungeschlagen, liegt aber zwei Punkte hinter Spitzenreiter Sturm Graz. Der WAC ist weiter Vorletzter, neun Punkte vor St. Pölten.

Salzburg-Trainer Marco Rose verzichtete auf einige Stammkräfte. Neben den Innenverteidigern Paulo Miranda und Duje Caleta-Car fehlte auch Valon Berisha (Knieschmerzen). Weil sich beim Aufwärmen auch noch Stefan Stangl verletzte, spielte Patrick Farkas. Statt des angeschlagenen Alexander Walke hütete Cican Stankovic das Tor, die Kapitänsschleife trug Andreas Ulmer.

Salzburger Dreierkette

Die Salzburger setzten wie zuletzt beim 0:0 in der Europa League in Marseille auf eine defensive Dreierkette. Diese wurde vom stark ersatzgeschwächten WAC, der nicht weniger als acht Ausfälle zu verkraften hatte, teils ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Ein Kopfball des völlig freien Bernd Gschweidl ging zu zentral auf Stankovic (3.). Der agile Florian Flecker setzte den Ball mit dem Fuß (5.) und mit dem Kopf (22.) drüber.

Salzburg kam bei Minusgraden und im Lauf des Spiels stärker werdendem Wind nie wirklich in die Gänge. Ein erster Farkas-Schuss aufs kurze Eck fiel zu schwach aus (8.). Ein Volley von Takumi Minamino nach Farkas-Flanke ging knapp an der linken Stange vorbei (25.). Reinhold Yabo verzog aus spitzem Winkel klar (80.).

Auch nach Seitenwechsel zeigte der WAC den 2.187 Zuschauern mehr Erwärmendes. Die beste Gelegenheit ließ Nemanja Rnic aus. Einen Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers nach einem Corner hatte Stankovic zur Mitte abspringen lassen. Den Nachschuss knallte Rnic aus wenigen Metern in den Winterhimmel (60.). Ansonsten blieben klare Torszenen Mangelware.

Keine Wechsel bei WAC

WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger verzichtete mangels Alternativen auf der Bank sogar auf Wechsel. Rose dagegen musste reagieren, weil Diadie Samassekou im Finish sogar noch wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah (87.). Die Salzburger spielten zum dritten Mal in einer Woche remis, in der Liga sind sie 13 Runden unbesiegt. Die Bullen blieben aber zum dritten Mal in dieser Bundesliga-Saison ohne Torerfolg.

Nach der Auslosung der ersten K.-o.-Runde der Europa League am Montag (13 Uhr) geht es für die Salzburger am Samstag mit einem Heimspiel gegen den LASK in die Winterpause. Den Titel des Winterkönigs könnte Sturm tags darauf gegen die Austria aus eigener Kraft fixieren. Der WAC ist mittlerweile 13 Ligaspiele sieglos, holte aber nach dem Remis gegen Rapid erneut einen Punkt. Gegen Salzburg hatten die Kärntner davor vier Niederlagen in Serie kassiert. (APA, red, 10.12.2017)

Bundesliga, 19. Runde, Sonntag

Wolfsberger AC – Red Bull Salzburg 0:0
Lavanttal-Arena, 2.200 Zuschauer, SR Lechner

WAC: Kofler – Sollbauer, Rnic, Hüttenbrenner – Zündel, Rabitsch, Offenbacher, Wernitznig – Flecker, Gschweidl, Ouedraogo

Salzburg: Stankovic – Lainer, Onguene, Ulmer – Yabo, Schlager, Samassekou, Farkas – Minamino (69. Gulbrandsen), Hwang (85. Daka), Dabbur (89. Haidara)

Gelb-rote Karte: Samassekou (87./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Sollbauer, Flecker bzw. keine

Stimmen

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Wir sammeln halt mühsam unsere Punkte. Es war eine ordentliche Vorstellung von uns. Hinten haben wir nicht viel anbrennen lassen. Ich bin zufrieden. Die Situation ist momentan generell nicht leicht. Dass so viele Spieler ausfallen, ist natürlich bitter. Von dem her macht es die Mannschaft eigentlich recht gut. Irgendwann wird der Ball wieder reinspringen auch."

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Ich denke, dass wir das hinten mit den drei Jungs stabil gemacht haben. Wir mussten schon die eine oder andere Chance zulassen. Ich fand schon, dass wir heute gute Sequenzen im Spiel hatten. Ich glaube aber, dass der Punkt insgesamt klar in Ordnung geht. Wir haben hart für diesen Punkt hier gearbeitet. Wir müssen und ich kann damit auch gut leben."

  • Christoph Rabitsch (links) im Zweikampf mit Salzburgs Reinhold Yabo. In Wolfsberg wurden die Punkte am Ende fair geteilt.
    foto: apa/gert eggenberger

    Christoph Rabitsch (links) im Zweikampf mit Salzburgs Reinhold Yabo. In Wolfsberg wurden die Punkte am Ende fair geteilt.

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