Super-G und Kombination der Damen in St. Moritz abgesagt

10. Dezember 2017, 11:57
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Schlechte Sicht verhindert Rennen am Sonntag

St. Moritz – Die übrigen Rennen der alpinen Ski-Damen in St. Moritz sind am Sonntag wegen extrem schlechter Sichtverhältnisse abgesagt worden. Betroffen war einerseits der Spezial-Super-G, gleichzeitig aber auch die Kombination, die aus Super-G und einem noch auszutragenden Slalom bestanden hätte. US-Star Lindsey Vonn machen unterdessen Rückenprobleme zu schaffen.

Der Super-G hätte ursprünglich ab 10.30 Uhr gefahren werden sollen, Start des Kombi-Slaloms wäre um 13.30 Uhr gewesen. Nach zwei Startverschiebungen und einer Verkürzung der Strecke entschied die Rennleitung, die Bewerbe überhaupt zu streichen.

Kurz nach 11.00 Uhr wurde mitgeteilt, dass die wegen Schneefalls und Nebels beeinträchtigte Sicht kein ordnungsgemäßes Rennen zulasse. "Es ist dunkel und nicht zum Fahren geeignet im Moment", teilte FIS-Renndirektor Atle Skaardal über Funk mit.

Zustimmung der Fahrerinnen

Bei den Fahrerinnen gab es keine Opposition gegen die Entscheidung. "Die Schlange hat zugebissen", verwies Cornelia Hütter auf das bekannte lokale Wetterphänomen namens Malojaschlange. "Es wäre zu gefährlich gewesen, die Sicht war einfach im oberen Teil zu schlecht", meinte die Steirerin. "Bis morgen werden 80 Zentimeter Neuschnee erwartet", ließ ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum wissen.

Am Freitag war im WM-Ort vom Februar 2017 ein Kombi-Slalom über die Bühne gegangen, der aber nicht mehr mit einem zweiten Bewerb ergänzt wurde, nachdem der Kombi-Super-G abgesagt wurde. Am Samstag wurde ein Spezial-Super-G ausgetragen, den die Schweizerin Jasmine Flury gewann.

Das Kombi-Problem

Die nächsten Rennen für die Damen finden am kommenden Wochenende in Val d'Isere statt. "Auch dort wird es sehr viel Neuschnee geben", sagte Kriechbaum, der auf eine Nachholung der Kombination vor den Olympischen Spielen im Februar hofft.

Sollte sich kein Veranstalter finden, würde nur ein Wettkampf im Kalender sein, nämlich jener Anfang März in Crans Montana. Das wiederum würde bedeuten, dass in der Kombination keine Weltcup-Siegerin gekürt und keine Kristallkugel vergeben werden kann.

Vonn hätte gepasst

Am wenigsten traf die Absage des Super-G am Sonntag wohl Lindsey Vonn, hatte sich US-Amerikanerin doch schon vor dem geplanten Start gegen ein Antreten entschieden. Am Samstag war sie im ersten Rennen im Ziel zu Boden gegangen und klagte danach über Rückenschmerzen.

"Wie es ausschaut, habe ich eine akute Dysfunktion der Facettengelenke (Wirbelgelenke; Anm.)", schrieb die Einzelsieg-Rekordhalterin am Samstag auf Twitter, gab aber sogleich Entwarnung: "Ich muss nur das Gelenk und die Muskeln beruhigen, damit ich mich wieder bewegen kann." Auf eine Konsultation im Spital verzichtete sie in Rücksprache mit den Ärzten des US-Teams.

Auch am Sonntag deutete Vonn an, dass sie lediglich Schonung brauche. "Mein größtes Ziel diese Saison sind die Olympischen Spiele, und ich muss jetzt auf mich achten, damit ich für die nächsten Wochen und, noch wichtiger, für Februar bereit bin", schrieb die 33-Jährige auf Twitter.

In sozialen Medien bekam sie daraufhin nicht nur positive Nachrichten und Durchhalteparolen zu lesen. So ließen sich manche User über schlechtes Karma oder einer angeblich gerechten Strafe aus, nachdem es in den vergangenen Tagen auch in den USA zahlreiche Medienberichte gegeben hatte, in denen Vonns klare Haltung gegen US-Präsident Donald Trump transportiert worden war. (APA, 10.12.2017)

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    Sofia Goggia macht es vor: An Rennfahren ist in St. Moritz nicht zu denken.

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