Nur 1.000 Nutzer sollen 40 Prozent des Bitcoin-Markts kontrollieren

    10. Dezember 2017, 11:02
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    Die Konzentration von Bitcoins bei geringer Zahl von Besitzern sorgt für Ängste vor einer Marktmanipulation

    Der Bitcoin-Wechselkurs hat am Freitag einen kleinen Dämpfer erlitten: Er fiel von erstmalig mehr als 16.000 Dollar auf rund 14.500 Dollar. Betrachtet man das gesamte Jahr 2017 ist aber klar, dass die Kryptowährung immer populärer wird. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs um rund 1.500 Prozent an. Doch wer profitiert eigentlich davon – sprich: Wer besitzt Bitcoin? Laut neuesten Schätzungen handelt es sich dabei um deutlich weniger Menschen als vermutet. Bloomberg berichtet, dass rund 1.000 Nutzer rund 40 Prozent des Bitcoin-Markts kontrollieren sollen.

    Früher Einstieg

    Dabei handelt es sich überwiegend um User, die früh in die digitale Währung eingestiegen sind und teilweise sogar selbst nach den virtuellen Münzen geschürft haben. Die geringe Anzahl an Personen sorgt für Ängste, dass diese den Markt manipulieren könnten. Sie könnten etwa beschließen, Bitcoin zu kaufen, so den Preis nach oben zu treiben, um dann ihren Besitz zu einem günstigen Wechselkurs zu verkaufen. Vor rund einem Monat sorgte etwa die Meldung, dass ein Nutzer Bitcoin im Wert von 159 Millionen Dollar in eine Online-Wechselbörse verschoben hat, für Aufregung.

    Rechtliche Lage unklar

    Die rechtliche Lage ist unklar. Klar verboten ist es, Gerüchte über Bitcoin zu verbreiten, um deren Kurs zu manipulieren. Absprachen von einzelnen Bitcoin-Besitzern sind jedoch nicht zwingend illegal. Für kleinere Investoren kann das verheerende Folgen haben, etwa wenn durch gezielte Aktionen der Kurs von Bitcoin absinkt.

    Noch drastischer bei anderen digitalen Währungen

    In anderen digitalen Währungen ist die Marktmacht einzelner Personen sogar noch größer. Bei Ethereum sollen rund 100 Personen etwa vierzig Prozent des Marktes kontrollieren, bei Gnosis, Qtum und Storj steigt dieser Wert sogar auf neunzig Prozent. Nun warnen immer mehr Regierungen und Aufsichtsbehörden vor Bitcoin. Laut Nationalbank-Chef Ewald Nowotny diskutieren Gesetzgeber und Zentralbanken momentan über eine Regulierung dieser Kryptowährungen. China und Russland haben bereits den Zugang zu Bitcoin-Seiten eingeschränkt. (red, 10.12.2017)

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      Der Bitcoin-Kurs steigt enorm – der Großteil der digitalen Währung ist im Besitz einiger weniger Nutzer

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