LASK feiert verdienten Sieg gegen Admira

9. Dezember 2017, 20:38
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2:1 nach 0:1-Rückstand in Pasching

Pasching – Der LASK hat am Samstagabend in der 19. Fußball-Bundesliga-Runde einen 2:1-(1:1)-Heimsieg über die Admira gefeiert. Marin Jakolis hatte die ohne Liga-Topscorer Christoph Knasmüllner (Kieferbruch) angetretenen Gäste aus Niederösterreich in Führung gebracht (15.). Doch Tore von Peter Michorl (22.) und Reinhold Ranftl (80.) sorgten noch für den verdienten Erfolg des Aufsteigers. Nach dem siebenten Saisonsieg liegt der LASK nur noch zwei Zähler hinter der viertplatzierten Admira.

Der LASK, der Maximilian Ullmann und Gernot Trauner verletzungsbedingt sowie den gesperrten Christian Ramsebner vorgeben musste, hatte nach einem Michorl-Freistoß die erste Chance im Match, bei der Admira-Tormann Andreas Leitner um Sekundenbruchteile schneller als Philipp Wiesinger reagierte (6.). Auf der Gegenseite scheiterte Markus Wostry an Pavao Pervan (9.), der nach einer knappen Viertelstunde beim 0:1 nicht gut aussah: Der LASK-Schlussmann wehrte einen Schuss von Lukas Grozurek nach vorne ins Strafraumzentrum ab, wo der kroatische Stürmer Jakolis lauerte und nur noch den Fuß hinhalten musste.

Siebentes Saisontor für Michorl

Die Oberösterreicher ließen sich aber nicht beirren und durften nach einem indirekten Freistoß von Michorl aus knapp 30 Metern, der von Maximilian Sax noch leicht abgefälscht wurde, über den Ausgleich jubeln. Es war bereits der siebente Saisontreffer für den Mittelfeldspieler, der damit bester LASK-Torschütze ist. Ein weiterer Michorl-Freistoß schlug neben dem kurzen Eck ein (45.).

Nach dem Wechsel ließ Grozurek bei einem Solo seine technische Stärke aufblitzen und gleich zwei LASK-Spieler aussteigen, schoss aber am langen Eck vorbei (48.). Im Gegenzug hätte es Elfer für den LASK geben müssen, da Marcel Holzmann einen Schuss von Dominik Reiter mit der linken Hand blockte (49.). Die Unparteiischen ahndeten dieses Vergehen jedoch nicht, dafür aber einen Ellbogen-Check von Holzmann gegen Thomas Goiginger mit Rot für den Admira-Linksverteidiger (72.).

Diese numerische Überlegenheit nutzte der LASK rasch: Nach Flanke von Goiginger traf der diesmal als Linksverteidiger aufgebotene Reinhold Ranftl volley ins lange Eck zum Siegtor. Es war der erste Bundesliga-Treffer des 25-Jährigen für den LASK. Die beste Ausgleich-Chance für die Admira fand der in der 70. Minute eingewechselte Sasa Kalajdzic vor, dessen Schuss von der Strafraumgrenze nur wenige Zentimeter am langen Eck vorbeizischte (86.). (APA, 9.12.2017)

LASK – FC Admira Wacker 2:1 (1:1)
Pasching, TGW-Arena, 3.814, SR Harkam
Torfolge: 0:1 (15.) Jakolis, 1:1 (22.) Michorl (indirekter Freistoß) 2:1 (80.) Ranftl

LASK: Pervan – Wiesinger, Pogatetz, Ranftl – Reiter, Goiginger, Holland, Michorl – M. Berisha (76. Raguz), Gartler (64. Rep), Joao Victor (87. Riemann)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Holzmann – Lackner, Ebner – Sax (77. Posch), Maier (70. Kalajdzic), Grozurek – Jakolis

Rote Karte: Holzmann (72./Foul)
Gelbe Karten: Riemann bzw. Lackner, Maier, Zwierschitz, Kalajdzic

Stimmen

Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Wir wollten unbedingt das letzte Heimspiel 2017 gewinnen. Für uns und für die Fans war es ein überaus erfolgreiches Jahr 2017. Nach dem Aufstieg fing es hier in der Bundesliga mit dem ersten Sieg über die Admira an, und hiermit beschließen wir es auch. Es war ein hartes Stück Arbeit heute, doch ein verdienter Sieg. Uns war klar, dass es bei der neu formierten Abwehr Abstimmungsprobleme geben wird, doch bis auf die letzten fünf Minuten sind wir gut gestanden. Michorl hat eine tolle Torquote und wichtige Tore für uns geschossen."

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Eine völlig unnötige Niederlage. Das waren heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe, wo keine den Sieg verdient hätte. Doch dann geschieht mit der Roten Karte so eine Dummheit. So ein Blödsinn gehört bestraft."

Reinhold Ranftl (LASK-Siegtorschütze): "Ich bin erleichtert, freue mich über die drei Punkte und darüber, dass ich meinen Beitrag dazu geleistet habe. Es war kein fußballerischer Leckerbissen, doch ein verdienter Arbeitssieg. Wir haben noch Luft nach oben, können aber mit der Herbstsaison sehr zufrieden sein."

Peter Michorl (LASK-Torschütze): "Anscheinend treffe ich besser aus der Distanz als vom Elfmeterpunkt. Es war kein glanzvoller Sieg, doch erkämpft und letztendlich verdient. Der Ausschluss hat uns in die Karten gespielt."

Lukas Grozurek (Admira-Spieler): "Das war zu hundert Prozent eine unnötige Niederlage. Wir machen am Anfang alles richtig, gehen in Führung und machen dann zu viele Fouls, wo wir wussten, dass der LASK besonders bei Freistößen gefährlich ist. Das Foul vor der Roten Karte habe ich nicht gesehen, doch wenn es so ist, wie mir erzählt wurde, war es eine große Dummheit."

  • Peter Michorl hat getroffen, der LASK gewonnen.
    foto: apa/expa/reinhard eisenbauer

    Peter Michorl hat getroffen, der LASK gewonnen.

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