Game Awards 2017: "Zelda" schlägt "Mario", "PUBG" geht leer aus

    8. Dezember 2017, 10:08
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    "Dark Souls"-Macher kündigen nächstes Spiel an, "Fortnite" bekommt 50-gegen-50-Modus

    Die lang erwartete Game Awards 2017-Show ist über die Bühne gegangen und hat nicht nur die Verleihung der gleichnamigen Auszeichnungen gebracht, sondern auch diverse News und Neuvorstellungen. Der große Sieger des Abends war Nintendo, der Steam-Hit "Playerunknown‘s Battlegrounds" ging hingegen leer aus.

    "PUBG 1.0" kommt am 20. Dezember

    Während der "Battle Royale"-Primus zwar keinen Award bekam – Erfinder Brendan Greene hatte im Vorfeld erklärt, der Titel habe diese Auszeichnung noch nicht verdient – , wurden wie versprochen bewegte Eindrücke der neuen Wüstenkarte "Miramar" geliefert. Gleichzeitig steht nun auch der Releasetermin der ersten "finalen" PC-Version fest. Am 12. Dezember startet, wie bekannt, die Xbox-Ausgabe als Early Access. Acht Tage später, am 20. schlägt schließlich "PUBG" 1.0 auf. Spieler können sich somit schon vor Weihnachten in den staubigen Dünen der neuen Map austoben.

    playerunknown's battlegrounds

    Vier Awards für Nintendo

    "Zelda: Breath of the Wild" hatte hochkarätige Konkurrenz im Kampf um die Top-Platzierung. Neben "PUBG" traten hier auch noch "Persona 5", "Horizon: Zero Dawn" und mit "Mario: Odyssey" eine weitere Nintendo-Kultfigur an. Passend zum Gesamtsieg hatte die japanische Spieleschmiede auch gleich eine Überraschung im Gepäck: Die zweite Erweiterung, "Champion‘s Ballad" ("Die Ballade der Recken"), in der Link unter anderem eine Art Motorrad finden kann, ist ab sofort verfügbar.

    "Zelda" holte sich auch den Sieg in deen Kategorie "Bestes Action/Adventure-Game" und "Beste Games-Regie". "Mario" obsiegte als das "beste Familienspiel" womit Nintendo insgesamt vier Awards einheimsen konnte. Der weltbekannte Installateur fiel auch in der Kategorie "Strategiespiel" auf, wo das von Ubisoft umgesetzte "Mario + Rabbids: Kingdom Battle" als Sieger vom Platz ging.

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    Cuphead ist bestes Indie-Game

    Auf zwei Auszeichnungen ("Beste künstlerische Darbietung", "Bestes Indiegame") brachte es "Cuphead". Der bockschwere Plattformer im Retro-Cartoon-Look startete heuer nach mehrfacher Verspätung und konnte seine hohen Erwartungen offenbar erfüllen. Überraschungshit "Hellblade" erhielt gar drei Mal einen Preis. Es wurde sowohl als "Spiel mit Einfluss" und für sein "Audio-Design" geehrt. Zudem wurde Schauspielerin Melina Juergens für ihre Darstellung von Heldin Senua gewürdigt.

    Anwärter war das Game auch in der Kategorie der "Besten Erzählung", musste sich da aber dem inspirierenden Titel "What Remains of Edith Finch" geschlagen geben. Der Preis für die schönste Hintergrundmusik ging an "NieR: Automata".

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    "Wolfenstein 2" zum besten Action-Game gekürt

    Keinen wirklich klaren Favoriten gab es für die Kategorie des "Besten Action-Games". Hier traten "Cuphead", "Destiny 2", "Nioh", "Prey" und "Wolfenstein 2: The New Colossus" an. Der Preis ging schließlich an den letztgenannten Shooter, in dem man sich als Widerstandskämpfer William "BJ" Blazkowicz in einem retrofuturistischen Setting gegen die globale Herrschaft der Nazis stellt. Spielerisch liefert das Game bewährte, aber gut aufpolierte Oldschool-Kost im Rahmen einer gut inszenierten Handlung.

    Im deutschen Sprachraum sorgte das Game jedoch für eine handfeste Kontroverse. Denn die Entwickler sparten nicht nur NS-Symbole aufgrund des deutschen Verbotsgesetzes aus, sondern entfernten auch jede Referenz auf den jüdischen Hintergrund des Protagonisten und den Holocaust.

    wirspielen

    "Dr. Disrespect" als bester Streamer gekürt

    Die weiteren Auszeichnungen: Im Bewerb um das beste "laufende Spiel" setzte sich Blizzards schneller Shooter "Overwatch" gegen Titel wie "PUBG", "GTA: Online" und "Rainbow Six: Siege" durch. "Metroid: Samus Return" wurde als wichtigstes Handheld-Game gekürt. Als bedeutendstes Mobile-Game kam "Monument Valley 2" zu Ehren. "Resident Evil 7" überzeugte hingegen mit seiner Virtual-Reality-Umsetzung. "Persona 5" schlug als bestes Rollenspiel den Geheimfavoriten "Divinity: Original Sin 2".

    In der Kategorie "Sport" fuhr "Forza 7" der Konkurrenz davon. Und als "Meisterwartetes Game" für kommendes Jahr gilt "The Last of Us 2". Ausgezeichnet wurde auch der "Trending Gamer" des Jahres. Hier gab es einen Favoritensieg: Der Preis geht an Guy Beahm, seinem Publikum auch besser bekannt als der Schnauzer und Perücke tragende "Dr. Disrespect".

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    Acht-Minuten-Storytrailer zu "Death Stranding"

    Ankündigungen gab es zu neuen Titeln und Erweiterungen. So wird etwa "Fortnite: Battle Royale" um einen 50-gegen-50-Teammodus aufgestockt, der bis 17. Dezember verfügbar ist. Das Koop-Abenteuer "A Way Out" (23. Mäörz 2018) und das Piraten-MMO "Sea of Thieves" (20. März 2018) haben nun offizielle Releasetermine. "Bayonetta 2" kommt mitsamt dem ersten Teil auf die Nintendo Switch. Teil 3 erscheint zudem exklusiv für die Konsole.

    From Software hat ein neues Spieleprojekt unter dem Arbeitstitel "Shadows Die Twice" enthüllt. Neue Einblicke gibt es auch in "Metro: Exodus". Und gleich ein achtminütiger Trailer wurde dem Publikum für Hideo Kojimas Game "Death Stranding" mit dem "The Walking Dead"-Star Norman Reedus (Daryl) spendiert.

    fast - gameplay & trailers
    xcagegame
    mkiceandfire

    Die Game Awards 2017 können in voller Länge in dieser Aufzeichnung des Livestreams nachgeschaut werden:(

    gamespot

    (gpi, 08.12.2017)

    • "Zelda" ist bei den Game Awards 2017 an die Spitze gedüst.
      foto: zelda

      "Zelda" ist bei den Game Awards 2017 an die Spitze gedüst.

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