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Ansichtssache5. Dezember 2018, 16:37
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Der Kampf Autokäufer gegen VW gleicht jenem von David gegen Goliath. Das mystische Kryptogeld, die Wendigkeit von großen Konzernen und ein fulminantes Wachstum durch das Prinzip des Teilens: Das sind nur einige Aspekte jener Bücher, die das Wirtschaftsressort heuer gelesen hat. Eine Auswahl

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Wie Teilen zum Milliardenerfolg wurde

Uber und Airbnb sind wohl jene Unternehmen, die in den vergangenen Jahren bestehende Wirtschaftszweige am meisten beeinflusst und im Sturm erobert haben. Und das, obwohl sie keine physischen Produkte anbieten. Airbnb besitzt kein einziges der Millionen von Zimmern, die weltweit über die Plattform angeboten werden. Ebenso besitzt Uber, das auftritt, als sei es der weltgrößte Fahrdienstleister, kein Fahrzeug. Es ist der Grundgedanke des Teilens, der diese Unternehmen rasant hat wachsen lassen. Sie sind nun mehr als eine Milliarde US-Dollar wert.

Geschwindigkeit und Flexibilität – das sind laut Brad Stone, der sich intensiv mit dem Silicon Valley beschäftigt, jene Eigenschaften, die den Unternehmen zum Erfolg verholfen haben. Doch wo Licht, da auch Schatten. Denn die Macht führt nicht unbedingt dazu, dass auch soziale Verantwortung übernommen wird. So ist Uber etwa immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, prekäre Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Auch Airbnb steht oft in der Kritik, weil die Zimmeranbieter keine Abgaben abführen. Dennoch haben die beiden Unternehmen gezeigt, wie man Bestehendes rasant umkrempeln kann. Heute ist es ganz normal, in fremden Wohnungen zu übernachten und in fremde Autos zu steigen. (bpf)

Brad Stone "Die Sharing Economy: Teile und herrsche – Wie Uber und Airbnb ganze Industrien umkrempeln" Plassen-Verlag, 30,90 Euro

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