Der SUV-Boom und die Statistik

15. Dezember 2017, 14:39
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Die Begeisterung der Autokunden für SUVs ist ungebrochen, doch ein Blick in die Statistik zeigt, es gibt auch noch andere Fahrzeuge

Es ist immer wieder vom SUV-Boom die Rede, und tatsächlich verkaufen sich hochgestellte Autos ziemlich gut. Gerade in diesem Herbst ist auch eine ganze Welle neuer Modelle auf das autointeressierte Publikum zugerollt. Es handelte sich vorwiegend um Fahrzeuge, die auf Kleinwagen basieren und die den Kompaktwagen Konkurrenz machen.

Erster ist Dritter

Der Schwerpunkt des aktuellen Geschäfts liegt aber nach wie vor in der Kategorie der Kleinwagen und Kompaktwagen. Zwar firmiert der VW Tiguan als erster SUV an dritter Stelle in der diesjährigen Zulassungsstatistik bis Oktober, doch dann kommt lange nichts. Erst auf Platz 15 der Kompakt-SUV Opel Mokka, gleich dahinter der Hyundai Tucson. BMW X1 und Ford Kuga folgen auf Platz 19 und 20. So betrachtet könnte man das Thema SUV kleinreden. Sieht man genauer hin, erkennt man aber, dass die etwas größeren Limousinen und zum Teil auch Kombis zu einem erheblichen Teil von SUVs verdrängt wurden. Diese Modelle sind zwar einzeln nicht unter den Top 20 zu finden, sind aber in Summe auch bedeutend.

Kleine und Kompakte

So kann man zu folgendem Schluss kommen: SUVs sind mittlerweile die erfolgreichste Fahrzeugkategorie. Sie erstreckt sich aber über alle Fahrzeuggrößen. Rechnet man nach Größe, sieht es wieder anders aus: Zählt man Kleinwagen und Kompakte zusammen, ist das immer noch die bedeutendste Gruppe an Fahrzeugen, im Oktober angeführt von den beiden Klassikern VW Golf und VW Polo. Die Masse der Leute ist also trotz auffälliger SUV-Vermehrung immer noch recht vernünftig. (Rudolf Skarics, 15.12.2017)

  • Der Tiguan von VW, hier in der Allspace-Variante, ist der erfolgreichste SUV in Österreich.
    foto: volkswagen

    Der Tiguan von VW, hier in der Allspace-Variante, ist der erfolgreichste SUV in Österreich.

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