E.-Coli-Bakterien im Mehl gefunden

    8. Dezember 2017, 07:00
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    US-Forscher entdecken eine neue Ursache, warum das Naschen von rohem Teig zu Bauchschmerzen führen kann: E.-Coli-Bakterien im Mehl

    Das Schönste am Backen von Kuchen und Keksen ist mitunter das Naschen von rohem Teig. Durch das Vorkosten lässt sich die Vorfreude steigern oder geschmacklich noch nachbessern. Doch der Verzehr von rohem Teig kann Bauchweh verursachen, wie Wissenschafter der US-Bundesbehörde Center for Disease Control and Prevention (CDC) warnen.

    Bislang rieten Gesundheitsexperten lediglich vom Verzehr des ungebackenen Teigs ab, wenn rohe Eier enthalten waren. Der Grund: Eine mögliche Infektion mit Salmonellen. Ein weiterer Infektionsübeträger ist verunreinigtes Mehl, wie die Forscher der CDC herausgefunden haben. Die US-Behörde analysierte 56 in Amerika gemeldete E.-Coli-bedingte Infektionen, die zwischen 21. Dezember 2015 und 5. September 2016 behandelt wurden. Das Ergebnis: 22 Infektionsfälle (39 Prozent) ließen sich auf sogenannten STEC, Shiga-Toxin produzierende Escherichia coli, im Mehl zurückführen.

    Vogelkot auf Getreide

    Der Grund für die Verunreinigung: Vögel oder andere Tiere können auf das Getreide koten und es dadurch mit den Krankheitserregern verunreinigen. Nach der Ernte wird das Korn zu Mehl gemahlen. Um Keime abzutöten, müssen Lebensmittel gekocht, gebacken oder gebraten werden, schreibt die FDA. Das trifft auf rohen Teig aber nicht zu.

    "Wir versuchen nicht, die Feiertage zu ruinieren, aber wir wollen, dass sich die Menschen der Risiken bewusst werden", so Hauptautor Samuel Crowe. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden nun im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Aus Österreich oder Deutschland sind bislang keine Krankheitsfälle bekannt, die durch derartig verunreinigtes Mehl hervorgerufen wurden. (red, 8.12.2017)

    • Rühren, kneten, kosten: Das kann sich auch auf den Magen schlagen, wie Forscher der US-Behörde Center for Disease Control and Prevention herausgefunden haben.
      foto: getty images/istockphoto

      Rühren, kneten, kosten: Das kann sich auch auf den Magen schlagen, wie Forscher der US-Behörde Center for Disease Control and Prevention herausgefunden haben.

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