Gegen formelle Koalition: Junge Sozialisten setzen Schulz unter Druck

    5. Dezember 2017, 09:14
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    Parteichef Schulz soll unter Druck gesetzt werden, damit er nicht mit Merkel in eine Regierung geht

    Berlin – Die Jusos in der SPD wollen vor Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung die Option einer großen Koalition dabei ausschließen. Die Vorlage des SPD-Vorstands für den Parteitag in dieser Woche sehe vor, "dass ein Teil der ergebnisoffenen Gespräche auch Gespräche über eine große Koalition sein können", sagte Juso-Chef Kevin Kühnert am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. "Das ist nicht das, was wir als Jusos wollen."

    Damit werde seine Organisation die Delegierten des Parteitags konfrontieren. Auch die Jusos seien für Gespräche mit der Union offen, wollten aber, "dass eine große Koalition kein mögliches Ergebnis der Gespräche ist".

    Schulz ohne Rückhalt

    Parteichef Martin Schulz solle in die Pflicht genommen werden, diesen Kurs umzusetzen. "Ich glaube immer noch, dass Martin Schulz einen großen Rückhalt in der SPD-Basis genießt", sagte der Juso-Chef. Damit aber verbänden sich auch viele Hoffnungen. Von Schulz' Handeln werde viel für die SPD abhängen. "Und deswegen werden wir ihm da auch sehr genau auf die Finger gucken." Kühnert selbst stellte mit Blick auf die Parteichef-Funktion von Schulz klar: "Ich möchte gerne, dass er das bleibt."

    Die SPD-Führung will sich auf einem Parteitag in dieser Woche grünes Licht für die Aufnahme von Gesprächen mit der Union holen. Schulz hatte dazu erklärt, es gebe keine Festlegung auf ein Ergebnis dieser Gespräche, die kommende Woche anlaufen sollen. (Reuters, 5.12.2017)

    • Martin Schulz genieße nicht den Rückhalt der Partei für eine Koalition mit der Union, sagen die Jungen Sozialisten.
      foto: apa / afp / odd andersen

      Martin Schulz genieße nicht den Rückhalt der Partei für eine Koalition mit der Union, sagen die Jungen Sozialisten.

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