Biochampagner: Mycorhize Extra Brut

    Kolumne18. Dezember 2017, 07:38
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    Dass man auch in der Champagne biodynamisch arbeiten kann, beweist Erick de Sousa

    "Bio geht bei uns nicht", hört man von konventionell wirtschaftenden Winzern. Freilich gibt es Weinbaugebiete, die aufgrund ihres feucht-kühlen Klimas ein höheres Krankheitsrisiko der Rebstöcke mit sich bringen. Das ist beim Bioweinbau problematisch – mit Chemie niederspritzen geht ja nicht.

    Die Champagne ist so eine schwierige Region, aber auch hier gibt es Biowinzer. Erick de Sousa etwa – bekannt für herausragende Blancs de Blancs. Er produziert einen reinsortigen Chardonnay mit dem etwas sperrigen Namen "Mycorhize". Mykorrhiza ist eine Symbiose von Pilzen und Pflanzen: Im Weingarten siedeln sich die Pilze im Wurzelsystem der Reben an und versorgen sie mit wertvollen Nährstoffen.

    Das funktioniert aber nur im Bioweinbau, denn Herbizide wie das jetzt erneut zugelassene Glyphosat zerstören diese nützlichen Pilze. Der überaus mineralische und herrlich cremige Sprudel kommt aus Parzellen, die seit 1999 biodynamisch bearbeitet und vom Pferd beackert werden. Das ist keine nostalgische Attitüde, sondern vermindert die Bodenverdichtung, die wiederum die Mykorrhiza stört. So einfach kann das sein. Und so gut.(Christina Fieber, RONDO, 18.12.2017)

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    Mycorhize Extra Brut, 84 Euro
    bei Le Cru, Peterspl. 8, 1010 Wien

    • Biodynamisch aus der Champagne: Mycorhize Extra Brut.
      foto: hersteller

      Biodynamisch aus der Champagne: Mycorhize Extra Brut.

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