Belvedere stellt Regressforderungen an Ex-Chefin Agnes Husslein-Arco

4. Dezember 2017, 14:24
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Laut "Presse" addieren sich mehrere Einzelposten zu einer sechsstelligen Summe, für Husslein-Arco entbehren die Vorwürfe "jeder sachlichen Grundlage"

Wien – Das Belvedere stellt Regressforderungen an Ex-Chefin Agnes Husslein-Arco, die nach Vorwürfen wegen Verstößen gegen Compliance-Richtlinien im Jänner von Stella Rollig (künstlerische Leitung) und Wolfgang Bergmann (kaufmännische Leitung) abgelöst wurde. Laut einem Bericht von "Die Presse am Sonntag" geht es um mehrere Einzelposten, die sich zu einer sechsstelligen Summe addieren.

Laut dem Bericht handelt es sich dabei um Forderungen für die unerlaubte Nutzung von Dienstauto und Chauffeur für private Zwecke, den Ankauf eines nie gelieferten Bildes um 100.000 Euro, Probleme rund um die Ausstellung des Künstlers Ai Wei Wei im Sommer 2016, sowie die Inbetriebnahme eines Gastronomie-Lokals beim Unteren Belvedere ohne Vorliegen der nötigen Genehmigungen.

Gegenüber der Zeitung bestätigte das Museum einen Briefwechsel, wolle sich aber aufgrund laufender Verhandlungen nicht weiter dazu äußern. Man strebe eine außergerichtliche Einigung an, hieß es. Laut Husslein-Arco entbehren die Vorwürfe "jeder sachlichen Grundlage". Ihrer Meinung nach seien die Regressforderungen nur aufgestellt worden, um die ihr zustehenden Prämienzahlungen für 2015 und 2016 zurückhalten zu können, hieß es in dem Zeitungsbericht. "Die Prämie macht immerhin ein Drittel meines Gehalts aus", hatte Husslein-Arco im Dezember gesagt.

Für die APA war am Montag vom Belvedere vorläufig keine Stellungnahme zu erhalten. (APA, 4.12.2017)

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