Hinter Bombe in Potsdam steckt Erpressung von Paketdienst DHL

    4. Dezember 2017, 13:17
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    Die Paketbombe in der Potsdamer Innenstadt war nach neuesten Angaben hochgefährlich, Polizei geht von regional agierendem Täter aus

    Berlin – Auf der Jagd nach dem Paketbomben-Erpresser von Potsdam prüft die deutsche Polizei erste Hinweise aus der Bevölkerung. Nach einem Zeugenaufruf am Sonntag seien einige Tipps eingegangen, sagte die Sprecherin der Polizei Brandenburg, Stefanie Klaus, am Montag. Die Sonderkommission in dem Fall sei inzwischen auf 50 Beamte verdoppelt worden.

    Experten bemühten sich weiter, das bei der Entschärfung zerstörte Paket zusammenzusetzen. "Sie schauen, was sie noch an Spurenmaterial finden können", erklärte die Sprecherin. Zuvor hatten die Ermittler aus dem Päckchen einen zerfetzten Zettel mit einem QR-Code wiederhergestellt, der ein Erpresserschreiben enthielt. Der oder die Täter verlangen darin eine Millionen-Summe vom Paketdienst DHL, um den Versand weiterer Paketbomben zu verhindern.

    Im brandenburgischen Potsdam war am Freitag ein Paket mit einem Sprengsatz in einer Apotheke in der Innenstadt entdeckt und von Experten der deutschen Bundespolizei unschädlich gemacht worden. Die Behörden gehen von einem Zusammenhang mit einer Erpressung des Paketdiensts DHL aus.

    DHL ist Teil des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Die drei Buchstaben stehen für Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn, die das Unternehmen 1969 in San Francisco gründeten. Seit Ende 2002 ist DHL eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Post. DHL beschäftigt etwa 350.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern. Der Umsatz der gesamten Gruppe betrug 2016 mehr als 57 Milliarden Euro. (APA, Reuters, 4.12.2017)

    • Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) aufgetaucht. Ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt sei jedenfalls nicht das Ziel gewesen, sagt die Polizei.
      foto: apa

      Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) aufgetaucht. Ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt sei jedenfalls nicht das Ziel gewesen, sagt die Polizei.

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