Pink beschert Mattersburg Sieg gegen LASK

2. Dezember 2017, 20:27
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Burgenländer polierten Heimbilanz auf – Baumgartner-Elf am WAC vorbei auf Platz acht

Mattersburg – Der SV Mattersburg hat in der Fußball-Bundesliga seine Heimbilanz aufpoliert. Im neunten Antritt vor heimischer Kulisse in dieser Saison holten die Burgenländer mit einem 1:0 (1:0) gegen den LASK den dritten Erfolg. Markus Pink traf in der 45. Minute entscheidend, die Linzer konnten ihre Möglichkeiten dann nicht mehr nutzen. Beim LASK sah Christian Ramsebner im Finish noch Gelb-Rot (81.).

Der Aufsteiger aus Oberösterreich ist nach seinem Abschlussspiel der ersten Saisonhälfte vorerst weiter Fünfter, die Austria könnte mit einem Remis im Sonntag-Spiel gegen Salzburg aber vorbeiziehen. Mattersburg durfte nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück wieder jubeln. Die Mannschaft von Gerald Baumgartner machte in der Tabelle damit einen Platz gut und ist nun vor dem WAC neuer Achter.

Vor mauer Kulisse im Pappelstadion starteten die Burgenländer stark. Pink sorgte schon in der 2. Minute für Aufregung im Linzer Strafraum. Die Gäste, von Trainer Oliver Glasner zum dritten Mal in Folge mit derselben Startelf aufgestellt, fanden vorerst nicht ins Spiel. Pinks frühe Chance sollte jedoch die Ausnahme einer chancenarmen ersten Spielhälfte bleiben.

Die beiden Teams boten nur wenig Ansehnliches, Offensivaktionen waren nur Stückwerk. Für die mit vier frischen Kräften eingelaufenen Mattersburger, bei denen Linksverteidiger Michael Lercher sein Debüt von Beginn an gab, versuchte es Manuel Seidl aus der Ferne (36.). Als schon alles auf ein 0:0 zur Pause hindeutete, schlugen die Hausherren mit etwas Glück aber zu. LASK-Angreifer Mergim Berisha produzierte einen eklatanten Fehlpass auf Jano, der Pink im Strafraum bediente. Der Mittelstürmer traf volley, stand dabei aber wohl knapp im Abseits.

Beim LASK musste nach Seitenwechsel der am Knöchel verletzte Maximilian Ullmann vom Platz. Die Athletiker gingen nun aber entschlossener zur Sache. Berisha hätte seinen Fehler ausbessern können, Mattersburg-Schlussmann Markus Kuster blieb im Duell aber Sieger (59.). Kuster warf sich kurz darauf auch dem eingewechselten Joao Victor in den Weg (61.). Zehn Minuten später entschärfte der 23-Jährige einen Schuss von Thomas Goiginger.

Die Mattersburger überwanden die Drangperiode der erneut ineffizienten Linzer erfolgreich. Für Pink kam schließlich Stefan Maierhofer, der sich gleich in Szene setzte. Der Stürmer foulte den bereits verwarnten Ramsebner, der sich zu einer Handbewegung ins Gesicht seines Kontrahenten hinreißen ließ und daraufhin vom Rasen musste. Berisha fand noch eine weitere Chance vor, schoss volley aber übers Gehäuse. (APA, 2.12.2017)

Bundesliga (18. Runde):
SV Mattersburg – LASK 1:0 (1:0)
Mattersburg, Pappelstadion, 1.500, SR Ciochirca

Tor: 1:0 (45.) Pink

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Ortiz, Lercher – Jano, Seidl (65. Erhardt) – Gruber (72. Okugawa), Perlak, Renner – Pink (77. Maierhofer)

LASK: Pervan – Ramsebner, Trauner, Pogatetz (54. Joao Victor) – Ranftl, Wiesinger, Michorl, Ullmann (48. Holland) – Goiginger, M. Berisha, Bruno (69. Gartler)

Gelb-Rote Karte: Ramsebner (81./Unsportlichkeit)

Gelbe Karten: Ortiz, Maierhofer, Kuster

Stimmen

Gerald Baumgartner (Trainer Mattersburg): "Es war ein intensives Spiel von uns. Die Mannschaft hat das fantastisch gemacht in der ersten Halbzeit, in der zweiten war der LASK offensiver, wir defensiver. Wir hätten die Konterchancen besser fertigspielen müssen. Das ist das zweite Spiel in Folge, das wir zu Hause gewonnen haben. Bis Weihnachten möchten wir so viele Punkte wie möglich machen."

Markus Kuster (Torhüter Mattersburg): "Heute haben wir uns belohnt. Wir haben uns was zurückgeholt. Ich konnte mich einige Male auszeichnen, es war ein Spiel, wo der Tormann den Sieg rettet, ein hart umkämpfter. Jetzt sind wir alle glücklich, und wollen uns Schritt für Schritt nach oben orientieren."

Oliver Glasner (Trainer LASK): "Das war ein Selbstfaller, der wäre nicht nötig gewesen. Es waren viele einfache Fehler dabei. So entstand auch ein simples Gegentor. Wir haben heute 60 Minuten nicht gezeigt, was wir können. Mit den letzten 30 Minuten bin ich sehr zufrieden. Wir waren nicht ganz so kaltblütig, wie wir sein sollten. Kuster hat sehr gut gehalten, das Tor war leider abseits. Bei den letzten Spielen waren die gegnerischen Torhüter immer super, wir sind anscheinend da, um die aufzubauen."

  • Markus Pink (Mitte), Goldtorschütze für den SVM.
    foto: apa/expa/thomas haumer

    Markus Pink (Mitte), Goldtorschütze für den SVM.

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