Sturm dreht Partie in Altach

    Video2. Dezember 2017, 20:26
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    Grazer zumindest bis Sonntag an der Tabellenspitze

    Altach – Die Entscheidung im Zweikampf um die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga ist noch nicht gefallen. Weil Sturm Graz am Samstag dank zweier später Tore noch 2:1 (0:1) in Altach gewann, muss Salzburg am Sonntag bei der Wiener Austria punkten. Sturm-Coach Franco Foda bewies in der Cashpoint Arena mit der Einwechslung von Emeka Eze ein glückliches Händchen.

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    Sturm dreht die Partie und gewinnt 2:1 gegen Altach.

    Die Hausherren gingen nach einer schönen Aktion in der 15. Minute durch Adrian Gbric in Führung. Sturm hatte danach zwar mehr vom Spiel, fand im Angriffsdrittel aber lange keine anderen Lösungen als Schüsse aus der Distanz. Erst in der 80. Minute glückte Philipp Zulechner der Ausgleich. Eze besorgte in der 88. das 2:1 und schoss Sturm damit zumindest bis Sonntag an die Tabellenspitze.

    Die Vorarlberger begannen mit viel Schwung, beschäftigten Sturm in der Anfangsphase vor allem über rechts häufig. Bezeichnenderweise fiel auch das 1:0 über die rechte Seite. Nach einem öffnenden Pass von Simon Piesinger auf Andreas Lienhart flankte dieser in einem hohen Bogen in den Strafraum, wo sich Grbic im Duell mit Christoph Schoissengeyr durchsetzte und einköpfelte. Für den 21-Jährigen, der den Vorzug gegenüber Hannes Aigner erhalten hatte, war es der zweite Saisontreffer.

    Sturm kam dann besser in die Partie und hatte einige gute Aktionen, allerdings keine Topchance. Am gefährlichsten wurde es in der 26. Minute, als Rechtsverteidiger Fabian Koch aus mehr als 20 Metern abzog und die Latte traf. Nach der Pause erhöhte die Mannschaft von ÖFB-Teamchef Foda den Druck. Abgesehen von zwei Fernschüssen von Peter Zulj (55., 61.) kamen die Grazer aber nicht zu Abschlüssen.

    Dazu machte Altach defensiv auch einen guten Job. Vorne sparten sich die Rheindörfler Energie für sporadische Konter. In der 64. Minute verpasste Louis Ngwat-Mahop eine Flanke von Christian Gebauer nur knapp. Die meiste Zeit über reagierte Altach aber nur.

    Ein Ballverlust des eingewechselten Hannes Aigner, den Piesinger nicht ausbügeln konnte, leitete den Ausgleich ein. "Architekt" des Treffers war der Nigerianer Eze mit einem geschickten Pass in den Rücken der Abwehr, Zulechner musste an der zweiten Stange den Ball nur noch einschieben. Dem nicht unähnlich war der Siegtreffer: Nach Pass von Deni Alar bediente Marc Andre Schmerböck Eze am zweiten Pfosten, der eiskalt einnetzte. (APA, 2.12.2017)

    Bundesliga (18. Runde):
    SCR Altach – SK Sturm Graz 1:2 (1:0)
    Altach, Cashpoint-Arena, 3.872, SR Muckenhammer.

    Torfolge:
    1:0 (15.) Grbic
    1:1 (80.) Zulechner
    1:2 (88.) Eze

    Altach: Kobras – Lienhart, Zech (47. Janeczek), Zwischenbrugger, Schreiner – Piesinger – Gebauer, Müller, Salomon, Ngwat-Mahop (81. Honsak) – Grbic (69. Aigner)

    Sturm: Siebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic, Puchegger (59. Schmerböck) – Filip (66. Eze), Jeggo, Zulj, Potzmann – Alar, Zulechner (84. Lovric)

    Gelbe Karten: Keine

    Stimmen

    Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Wir haben einfach die 94 Minuten gegen Rapid noch in den Beinen gehabt, Sturm hat einen Tag länger zur Regeneration gehabt. In der zweiten Hälfte ist uns einfach der Saft ausgegangen. Nichtsdestotrotz bin ich bitter enttäuscht, und zwar darüber, dass wir die Punkte nicht heimbringen konnten, weil wir in der ersten Halbzeit richtig gut Fußball gespielt haben. In der zweiten Halbzeit waren wir aber zu passiv und haben auch körperlich abgebaut. Beide Wechsel – sowohl Zech und Grbic – waren nicht geplant, was dem Spiel nicht zuträglich war."

    Franco Foda (Sturm-Trainer): "Bis auf die ersten zehn Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit zwei Riesenmöglichkeiten und einen Lattenschuss. In der zweiten Halbzeit ist Altach dann sehr tief gestanden, aber wir haben es trotzdem immer wieder geschafft uns durchzuspielen, auch wenn lange Zeit der letzte Ball nicht angekommen ist."

    • Sturms Keeper Siebenhandl musste sich nur einmal geschlagen geben.
      foto: apa/dietmar stiplovsek

      Sturms Keeper Siebenhandl musste sich nur einmal geschlagen geben.

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