Rapid von Wolfsberg neutralisiert

    2. Dezember 2017, 17:50
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    Hütteldorfer kommen in Kärnten nach unansehnlichem Spiel nicht über ein 0:0 hinaus – Grün-Weiß schon drei Partien ohne Sieg

    Wolfsberg – Der Tabellendritte Rapid hat am Samstagnachmittag im enttäuschenden Auftaktspiel der 18. Fußball-Bundesliga-Runde nur ein torloses Remis in Wolfsberg erreicht. Damit drohten die nun bei 30 Zähler haltenden Hütteldorfer weiter Boden auf das Spitzenduo Salzburg (40) und Sturm Graz (38) zu verlieren. Der WAC, der vorerst Tabellenachter blieb, hat nach der ersten Saisonhälfte 15 Punkte auf dem Konto.

    Pfeifenberger-Elf seit zwölf Ligaspielen ohne Sieg

    Nach den Heimniederlagen gegen Salzburg (2:3) und zuletzt am Mittwoch gegen Altach (1:2) fand Rapid auch beim "Angstgegner" in der Lavanttal-Arena nicht in die Erfolgsspur. Nur ein einziges Heimspiel hat der WAC bisher gegen die Grün-Weißen verloren. Allerdings ist das Team von Heimo Pfeifenberger nun schon seit zwölf Bundesliga-Spielen ohne Sieg.

    Die bei minus zwei Grad angepfiffene Partie bot den 3.028 Zuschauern nur wenig Erwärmendes. Bei der besten WAC-Chance im gesamten Spiel schlug Bernd Gschweidl nach einer hohen Flanke von Florian Flecker ein Luftloch (19.).

    Auf der Gegenseite erwies sich Joelinton als Chancentod, der den Ball nach einem von Maximilian Hofmann verlängerten Corner aus drei Metern neben das Tor setzte (27.). Wenig später blieb WAC-Tormann Alexander Kofler im Duell mit Rapid-Kapitän Stefan Schwab Sieger (29.) und ein Fernschuss von Thomas Murg zischte knapp am langen Eck vorbei (31.).

    Schobesberger vergab Matchball

    Nach dem Wechsel gab WAC-Flügelspieler Christopher Wernitznig den ersten Warnschuss ab (50./Außennetz). Danach folgte nur noch eine nennenswerte Chance der Rapidler, die exakt 73 Minuten benötigten, um den ersten und einzigen Schuss aufs Tor abzugeben. Bei diesem scheiterte der elf Minuten zuvor für den enttäuschenden Mittelstürmer Giorgi Kvilitaia eingewechselte Philipp Schobesberger an Kofler. (APA, 2.12.2017)

    Bundesliga (18. Runde):

    Wolfsberger AC – SK Rapid Wien 0:0
    Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.028 Zuschauer, SR Eisner.

    WAC: Kofler – Hüttenbrenner, Rnic, Drescher (30. Sollbauer) – Zündel, Rabitsch, Offenbacher, Wernitznig – Flecker (90. Frieser), Gschweidl, Ouedraogo

    Rapid: Strebinger – Auer, M. Hofmann, Galvao, Schrammel – Ljubicic, Schwab – Schaub (84. Prosenik), Joelinton, Murg (75. Keles) – Kvilitaia (62. Schobesberger)

    Gelbe Karten: Keine bzw. Auer

    Stimmen

    Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Wir haben eigentlich ganz gut ins Spiel gefunden. Die erste Hälfte war um einiges besser als die zweite, die überaus chancenarm war. Es war jetzt das dritte Match in einer Woche, und wir hatten aufgrund der Ausfälle wenig Optionen für Umstellungen. Unsere Torausbeute (nur eines in den jüngsten sechs Spielen, Anm.) ist derzeit dürftig, wir lassen einfach zu viele Chancen liegen. Uns tut derzeit jeder Punkt gut."

    Goran Djuricin (Rapid-Trainer): "Es war kein gutes Spiel. Wir haben eindeutig zu viele Flüchtigkeitsfehler gemacht. Die Chance vom Schobesberger, die muss man machen. So fahren wir jetzt mit einem Punkt heim. Wir sind aber mit Platz drei noch immer im Soll, aber mit einer so schlechten Chancenauswertung ist es natürlich schwer, noch weiter nach oben zu kommen."

    • Rapids Offensivabteilung blieb auch in Wolfsberg Vieles schuldig.
      foto: apa/gert eggenberger

      Rapids Offensivabteilung blieb auch in Wolfsberg Vieles schuldig.

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