Fußgängerbrücke in Prag stürzte in die Moldau: Vier Verletzte

    2. Dezember 2017, 18:30
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    Seile schon seit längerer Zeit korrodiert

    Prag – Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke in Prag sind am Samstag vier Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Eine Sprecherin der Rettungssanitäter sagte, ein 60-jähriger Mann sei ins künstliche Koma versetzt worden. Eine 63-jährige Frau habe zahlreiche Verletzungen erlitten. Zwei 34 und 43 Jahre alte Männer seien notversorgt und dann ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden.

    Die 260 Meter lange Betonbrücke über die Moldau im Norden der tschechischen Hauptstadt war 1984 gebaut worden. Die Brücke verband den nördlichen Prager Stadtteil Troja, wo sich der Botanische und der Zoologische Garten befinden, mit der sogenannten Kaiserinsel. Wieso die Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer einstürzte, soll nun ein Statiker klären. Nach Medienberichten war gerade eine regelmäßige Routinekontrolle mit Messungen im Gang. Der Stadtrat hat eine Sondersitzung einberufen. Tschechische Medien berichteten, eine für die Prager Brücken zuständige Firma habe bereits vor einiger Zeit auf Korrosion an den Stahlseilen der Betonbrücke hingewiesen. (APA, dpa, 2.12.2017)

    • Bei dem Brückeneinsturz wurden vier Menschen verletzt.
      foto: ap/sulova

      Bei dem Brückeneinsturz wurden vier Menschen verletzt.

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