Iran will keinen Konkurrenzkampf mit Saudi-Arabien

2. Dezember 2017, 11:32
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Präsident Rouhani versucht seine Beziehungen mit Riad zu verbessern. Er "wolle nicht Sündenbock für Riads Fehleinschätzungen sein"

Teheran/Sanaa – Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat heute für eine Verbesserung der Beziehungen zu Saudi-Arabien plädiert. "Wir haben diesen regionalen Konkurrenzkampf nie gewollt, auch die derzeitige Entfremdung nicht", sagte Rouhani nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA. Der Iran sei vielmehr an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Riad interessiert.

Die Schuld an der Krise zwischen den beiden Ländern liege nicht in Teheran. "Wir können ja nichts dafür, wenn einige Prinzen mit ihren politischen Entscheidungen Niederlagen erleiden", sagte er in Richtung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Laut Rouhani hat Salman sich sowohl mit dem Krieg im Jemen als auch im Syrienkonflikt politisch verspekuliert. Dafür sollten die Saudis nun nicht den Iran zum Sündenbock machen.

Riad hatte die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem aufgebrachte Demonstranten im vergangenen Jahr die saudische Botschaft in Teheran gestürmt und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt hatten. Rouhani hatte den Angriff scharf verurteilt und angeboten, dass der Iran die Kosten der Schäden in der Botschaft übernimmt. Die beiden islamischen Länder haben auch Differenzen in den Konflikten in Syrien und Jemen. (APA, 2.12.2017)

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