25 Jahre SMS: 160-Zeichen-Dienst hat beste Zeiten hinter sich

1. Dezember 2017, 12:49
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Erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 verschickt – Whatsapp ersetzt zunehmend die Kurznachricht

Die SMS feiert Geburtstag. Die weltweit Erste wurde am 3. Dezember 1992 in Großbritannien verschickt – von einem Computer an ein Handy. In den ersten 20 Jahren war der auf 160 Zeichen begrenzte Dienst immer populärer geworden. 25 Jahre nach der Einführung der SMS werden allerdings immer weniger solche Nachrichten versendet. Wurden im vierten Quartal 2011 noch über zwei Milliarden SMS verschickt, waren es ersten Quartal 2017 nur 663,3 Millionen. Schon seit 2013 befindet sich die Zahl im freien Fall. Hintergrund für den Abwärtstrend ist die weiter wachsende Verbreitung von Smartphones und der damit verbundene Boom von Messenger-Diensten wie WhatsApp, berichtet der deutsche Digitalverband Bitkom.

Die erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 verschickt

Die SMS (Abkürzung für Short Message Service) wurde Anfang der 1990er Jahre eingeführt. Die höchstens 160 Zeichen umfassende Kurzmitteilung machte es erstmals möglich, Texte unabhängig von Ort und Zeit über das Mobilfunknetz zu übermitteln. Ursprünglich diente sie vor allem Mobilfunkanbietern dazu, ihre Kunden über eventuelle Netzstörungen zu informieren. Um 1994 nahm die Popularität der Kurznachricht auch unter Handy-Nutzern rasant zu. Im Jahr 2009 kam mit WhatsApp der Dienst auf den Markt, der Instant-Messangern zum Durchbruch verhalf. Inzwischen gibt es viele weitere Angebote wie iMessage, Telegram und Threema.

Anwendungen

Parallel wurden viele neue Anwendungen für die SMS entwickelt: etwa der Versand von Bordkarten für den Check-in am Flughafen-Gate, die Benachrichtigung über Zugverspätungen, der Parkscheinkauf oder die Mobile-TAN fürs Online-Banking. Solche SMS werden in aller Regel mit Großkundenrabatten an Handys verschickt. Sie sind für die Mobilfunkbetreiber zwar weniger umsatzwirksam, tragen aber dazu bei, die stark abnehmende SMS-Nutzung der Verbraucher zumindest etwas zu kompensieren. (red, 1.12. 2017)

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Bitkom

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    foto: apa
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