Gericht hob Haftbefehl gegen Bundeswehroffizier Franco A. auf

    29. November 2017, 14:39
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    Gericht sah keinen Beleg für angeblich geplante rechtsradikal motivierte Attentate auf Politiker

    Karlsruhe – Der wegen Terrorverdachts festgenommene deutsche Bundeswehroffizier Franco A. kommt wieder auf freien Fuß. Der Staatsschutzsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hob den Haftbefehl gegen den Oberleutnant mangels eines konkreten Tatverdachts auf, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

    Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft A. vor, rechtsextrem motivierte Anschläge unter anderem auf Politiker geplant zu haben. Hierfür soll er bereits Schusswaffen gekauft und auf dem Flughafen in Wien versteckt haben.

    Vorwurf: Tatverdacht sollte auf Flüchtlinge fallen

    Der Oberleutnant hatte monatelang ein Doppelleben geführt und sich als syrischer Flüchtling ausgegeben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erkannte ihm in dieser Zweitrolle einen Schutzstatus zu. Mit der fiktiven Identität wollte A. nach Auffassung der Bundesanwaltschaft offenbar nach einem Anschlag den Verdacht auf Flüchtlinge lenken.

    Er wurde verhaftet, nachdem die österreichischen Behörden auf ihn aufmerksam wurden, als er eine am Flughafen Wien kurzzeitig deponierte Waffe beheben wollte. (APA, 29.11.2017)

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