Linzer Heim schließt: 138 Senioren ohne Platz, 75 Beschäftigte ohne Job

29. November 2017, 12:13
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Die Privatresidenz Kursana wird nicht fortgeführt, die Hauseigentümerin sieht "keine wirtschaftliche Perspektive"

Linz – Die private Linzer Seniorenresidenz Kursana schließt überraschend mit 31. März. 138 Bewohner brauchen neue Plätze, 75 Mitarbeiter neue Jobs. Als Grund geben die Betreiber an, dass die Eigentümerin der Immobilie "keine wirtschaftliche Perspektive für die weitere Nutzung als Senioreneinrichtung" gesehen habe und der Mietvertrag auslaufe.

"Wir haben alles getan, um die Betriebseinstellung zu vermeiden", erklärte Kursana-Geschäftsführer Ulf Bieschke. Die Pläne des Betreibers hätten sehr wohl einen Weiterbetrieb vorgesehen. Aber die Eigentümerin habe genehmigungsrechtlich dafür notwendige Umbaumaßnahmen nicht durchführen wollen. Der Mietvertrag sei daher nicht verlängert worden.

Angehörige wurden informiert

Am Dienstag wurden die Bewohner und ihre Angehörigen sowie die Beschäftigten informiert. Die Stadt Linz und Kursana haben eine Hotline eingerichtet, die werktags von 8 bis 12 Uhr unter der 0664/3631855 erreichbar ist. Ab 4. Dezember findet jeden Montag eine Sprechstunde im Heim statt, bei der sich Bewohner bezüglich möglicher Alternativen beraten lassen können.

Die zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) geht davon aus, dass alle Bewohner in anderen Linzer Einrichtungen unterkommen und binnen drei bis vier Monaten übersiedeln können. Für die betroffenen Mitarbeiter werde man "in Gesprächen mit anderen Betreibern werben und sie bei der Suche nach einer neuen Anstellung unterstützen", versicherte Bieschke. Es gebe auch freie Stellen in anderen Kursana-Einrichtungen, die sind allerdings in Wien und in Süddeutschland. (APA, 29.11.2017)

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